WirtschaftsBlatt-Leitartikel: Die Mitarbeiter, ein wichtiges Kapital - von Esther Mitterstieler

Mitarbeitermotivation macht sich immer bezahlt

Wien (OTS) - Der Wohlstand der Nationen ist auf einer
wesentlichen Quelle begründet: der Arbeit. Davon war nicht nur der Begründer der klassischen Volkswirtschaftslehre, Adam Smith, überzeugt. Wenn wir das aufs Hier und Jetzt übertragen, hält dieses Prinzip immer noch. Es gibt auch in Zeiten der Krise Arbeitgeber, die ihre Mitarbeiter als attraktiv bezeichnen. Eine Studie des Beratungsunternehmens Hewitt Associates untermauert indirekt die These des schottischen Vordenkers Smith: Für Arbeitgeber, die ihre Mitarbeiter als attraktiv bezeichnen, soll dies zwischen 58.000 und 87.000 Euro Mehrumsatz pro Monat bedeuten. Das hängt auch mit weniger Fehltagen zusammen und mit geringerer Fluktuation.

Was lernen wir daraus? Wer Mitarbeiter gut motiviert, hat am Ende des Jahres auch mehr im Geldtopf übrig. Besondere Erkenntnis aus der Studie ist aber auch: Unter den Top 5 der attraktivsten Arbeitgeber befinden sich vorwiegend KMU. So liegt der steirische Anlagenbauer VTU Engineering vor dem Friseur-Weltmeister Bundy Bundy, dem Software- und IT-Consulter Sphinx, dem Landeskrankenhaus Villach und dem Personaldienstleister Trenkwalder. Dass KMU besonders gut abschneiden, hängt wohl damit zusammen, dass sie ihre Mitarbeiter häufig als wahres starkes Kapital sehen und sie es auch spüren lassen. Gerade in Familienbetrieben, aber nicht nur, zeigt sich ein offensichtlicher Vorteil, den auch Konzerne nicht unterschätzen sollten: Hier kennt der oberste Chef die meisten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter per Namen. Hier weiß die Chefin meist, wer zu welchen Arbeitszeiten und für welche Dienste am liebsten eingeteilt wird, weil die Kinder zu Hause warten.

Der Hund liegt wohl im Gegenteil dieser KMU-Situation begraben, wenn man sich die negative Seite der Studie anschaut: Jeder zweite Mitarbeiter in Österreich ist demnach demotiviert. Brechen wir das auf die Umsatzzahlen runter, ist das die berühmte Katze, die sich in den Schwanz beißt. Gerade in einer Zeit, in der auch das Topmanagement stärker unter Druck steht, ist es wichtig, Mitarbeiter noch mehr an der Hand zu nehmen. Das zeichnet die Führungskraft aus und sorgt für Vertrauen. In außergewöhnlichen Zeiten entpuppt sich manch Führungskraft als unglaublicher Motivator - und schafft damit eine enge Bindung des Mitarbeiters an das Unternehmen.

Jede(r) ist bereit, für sein Unternehmen einzustehen, wenn es auch umgekehrt vorgelebt wird. Das verhält sich wie mit dem allgemeinen und persönlichen Glück des Adam Smith.

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