GPA-djp: Kurzarbeit darf nicht schlecht geredet werden

Kritik an Voest-Eder-Vorschlag zur Eliminierung der Sozialpartner

Wien (GPA-djp/ÖGB) - "Im Großteil der praktizierten Fälle funktioniert das österreichische Modell der Kurzarbeit gut und klaglos. Es trägt nicht unbedingt zur Vertrauensbildung bei, wenn, kaum ist noch die Reform der Kurzarbeit unterzeichnet, das gemeinsam erarbeitete Modell schon wieder schlecht geredet wird", reagiert der stv. Bundesgeschäftsführer der GPA-djp, Karl Proyer auf die aktuelle Diskussion.++++

"Wir sind immer zu Gesprächen über notwendige Adaptierungen der Kurzarbeitsregelungen bereit. Man sollte aber auch über die erfolgreiche Praxis reden, die fast 70.000 Beschäftigten in fast 400 Betrieben, oft verbunden mit Qualifizierungsmaßnahmen, eine Perspektive im Unternehmen eröffnet", so Proyer.

Gar nichts hält der stv. GPA-djp-Bundesgeschäftsführer von einem von Voest-Generaldirektor Wolfgang Eder ins Spiel gebrachte "Heraushalten" der Sozialpartner aus den Kurarbeitsvereinbarungen. "Die Einbindung der Sozialpartner ist ein Garant dafür, dass die Regelungen in einem Ordnungsrahmen erfolgt, der im Interesse der Öffentlichkeit liegt. Immerhin geht es hier auch um die Verwendung von Beiträgen aller ArbeitnehmrInnen und Arbeitgeber, die ein Anrecht haben, über ihre Interessenverbände mitzureden. Eine Eliminierung würde primär auf Kosten der Beschäftigten gehen und der unternehmerischen Willkür Tür und Tor öffnen", so Proyer

ÖGB, 9. Juni 2009 Nr. 360

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