Verdienstzeichen für Roland Geyer und Maestro Maurizio Pollini

Kulturstadtrat Mailath-Pokorny verlieh Ehrenzeichen des Landes an zwei Persönlichkeiten des internationalen Musiklebens

Wien (OTS) - Auch wenn eine Musikstadt wie Wien der Kultur und der Musik ein entsprechendes Umfeld bereitstellen würde, letztlich läge es an den großen Persönlichkeiten und Künstlern, die diese Musik schaffen bzw. vermitteln würden, betonte Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny in seinen eröffnenden Worten am Dienstag. Neben VBW-Generaldirektor Thomas Drozda und den ehemaligen Kulturstadträten Ursula Pasterk und Peter Marboe waren auch Konzerthaus-Leiter Bernhard Kerres, Musikvereins-Chef Thomas Angyan, Tanzwochen-Gründer Karl Regensburger sowie Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler im Publikum anwesend. Wien sei privilegiert, Künstler wie die beiden zu Ehrenden in dieser Stadt zu haben, so Mailath.

Goldenes Verdienstzeichen des Landes Wien für Maurizio Pollini: "Unverwechselbarer Schaffer klanglicher Architekturen"

Er sei ein großer Künstler, dessen Qualität als bedeutender Pianist sich ganz unmittelbar beim Hören mitteilen würde, sprach Prof. Hans Landesmann seinem langjährigen Freund große Hochachtung für sein musikalisches Wirken aus. Er hätte - auch aufgrund des musikalischen Erbes seiner Familie - die Fähigkeit und das Genie, aus Noten "klangliche Architekturen" zu schaffen, welche in ihrer Dynamik und Aussagekraft sein Publikum auf der ganzen Welt berühren würden, so Landesmann über den italienischen Maestro Maurizio Pollini. Dieser habe im Laufe seines Lebens intensive Forschungsarbeit geleistet, um in seinen Interpretationen auch die Gefühle und die Gedanken der Komponisten spürbar zu machen. Im Weiteren habe er durch sein Interesse für zeitgenössische Musik vor allem den Komponisten der "Zweiten Wiener Schule" die Konzertsäle der Welt geöffnet.

Pollini sprach der Stadt Wien großen Dank für die ihm zuteil gewordene Auszeichnung aus und betonte, dass er Wien als eine der bedeutendsten Städte in der internationalen Musikkultur sehe.

Silbernes Ehrzeichen für Verdienste um das Land Wien für Roland Geyer: "Ermöglicher menschlicher Träume und Sehnsüchte"

Es sei ein persönliches Bekenntnis einem Menschen gegenüber, den er als Freund und Kollegen sehr schätze und den er vor allem als "Macher" und "Ermöglicher" kennengelernt habe, würdigte Tobias Moretti in seiner Laudatio den Intendanten des Theaters an der Wien, Roland Geyer. Ehrgeiz, Fleiß und Zielstrebigkeit zeichnen diesen aus, der "sein" Haus innerhalb kürzester Zeit zu Weltruf geführt habe. Die 400 Jahre alte Geschichte der Oper erwecke Geyer immer wieder zu neuem Leben, indem er neue Fragen stelle und neue Antworten suche, betonte Moretti.

Roland Geyer bedankte sich ebenfalls bei der Stadt Wien für die ihm zuteil gewordene Ehre und bei seinem Freund Tobias Moretti für die sehr treffenden Worte. Es sei ihm ein wichtiges Anliegen, allen Beteiligten großen Dank für das Vertrauen auszusprechen, das ihm mit der Leitung des Theaters an der Wien anvertraut wurde, so Geyer. In Anlehnung an Wilhelm Busch meinte er, dass wenn ihm "Fortuna ein solches Haus geschenkt habe, es auch seine Aufgabe sei, dieses mit den besten und schönsten Möbeln zu füllen, die es gebe".

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