ÖH Uni Graz/ HTU Graz: UG-Novelle - Entwurf mit zahlreichen Problemfeldern

Sofortige Offenlegung des gesamten Entwurfs und Rücknahme der Zugangsbeschränkungen gefordert

Graz (OTS) - Sehr problematisch sehen die beiden HochschülerInnenschaften an der Universität Graz (ÖH Uni Graz) und der TU Graz (HTU Graz) die heute in Auszügen veröffentlichte UG-Novelle samt problematischer Änderungen wie der Einführung von direkten (Master) und indirekten (Bachelor-Studieneingangsphasen) Zugangsbeschränkungen sowie der weiteren Einschränkung der demokratischen Mitbestimmung durch Kompetenzverschiebungen vom Senat zum Unirat.

"Auch wenn der einstweilige Stopp der SPÖ zu begrüßen ist, wurde offensichtlich verkannt, dass seit dem unsäglichen Hahn’schen Entwurf im vergangenen Jahr nur wenige Punkte tatsächlich verbessert wurden und die Studieneingangsphasen noch immer eine Möglichkeit der willkürlichen Einschränkung der Studierenden darstellen", so Christian Dobnik, Vorsitzender der HTU Graz und führt fort: "Der Stopp sollte nun als Chance genutzt werden, der bildungs-, universitäts- und studierendenfeindlichen Politik ein Ende zu bereiten und für einen offenen Hochschulzugang und demokratische Mitbestimmung auf allen universitären Ebenen einzutreten."

Positiv sehen die beiden Studierendenvertreter jedoch, dass die Novellierung des Universitätsgesetzes gemeinsam mit den Änderungen der Matura erfolgen soll und teilen die Ansicht von BM.in Schmied, dass der Übergang vom sekundären zum tertiären Bildungsbereich gemeinsam geregelt werden muss.

"Der sekundäre Bildungsbereich und dabei vor allem die AHS hat bestmöglich und auf hohem Niveau die Grundlagen für ein Universitätsstudium zu vermitteln. Dies und die abschließende Matura sind die Grundlage und sollen auch weiterhin Basis für den freien Hochschulzugang in Österreich sein. Dabei ist die angedachte teil-zentrale Matura jedenfalls das geeignetere Mittel als missglückte und willkürliche Studieneingangsphasen", so Florian Ortner, Vorsitzender der ÖH Uni Graz.

Ortner und Dobnik weiters: "Wir fordern nun die SPÖ auf, von den geplanten Studieneingangsphasen, welchen trotz gegenteiliger Beteuerungen zu einer massiven quantitativen Selektion sowie zu Studienzeitverlängerungen führen werden, Abstand zu nehmen und stattdessen für eine verbesserte Beratung der MaturantInnen hinsichtlich der Studienwahl und verstärkte Orientierung anstelle von Selektion zu sorgen."

Abschließend halten die beiden Vorsitzenden fest, dass nun der gesamte Entwurf veröffentlicht werden sowie eine breit angelegte Diskussion stattfinden muss.

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HochschülerInnenschaft an der TU Graz
Christian Dobink / 0664/44 59 051

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