Schieder: "Durch gezielte Maßnahmen muss der Produktpiraterie der Kampf angesagt werden"

"Konsumenten muss die Gefahr von gefälschten Produkten verdeutlicht werden"

Wien (SK) - "Wir müssen noch bessere Rahmenbedingungen schaffen, die Zollzusammenarbeit der Länder verstärken und das Bewusstsein der Konsumenten und Händler schärfen, damit wir die Produktpiraterie eindämmen können", erklärte SPÖ-Finanzstaatssekretär Andreas Schieder, Dienstagmittag, bei der Präsentation des Produktpiraterieberichts 2008 im Finanzministerium.****

Dies sei ein wichtiges Ziel um den Wirtschaftsstandort Österreich zu schützen, unser Know-how dürfe nicht gestohlen werden, so Schieder. Die Zahl der vom Zoll aufgegriffenen Plagiate ist im Jahr 2008 von 104.610 auf 619.897 deutlich gestiegen. Der Wert der beschlagnahmten Produkte stieg auf 83 Millionen Euro. "Die Zollverwaltung hat speziell durch verstärkte Kontrollen von Sendungen aus Risikoländern wie China oder Indien die Zahl der Aufgriffe erhöht. Ein besonderer Dank gilt daher den etwa 1000 ZollbeamtInnen, die für diesen Erfolg verantwortlich sind", lobte der SPÖ-Finanzstaatssekretär. Plagiate betreffen bereits fast alle Warenbereiche und werden zunehmend industriell produziert. Bekleidung, Sportartikel, Parfüms, Handys, Medikamente und Autoersatzteile stehen ganz oben auf der Liste der aufgegriffenen Plagiate. Ziel des Finanzministeriums müsse es künftig sein, durch einen EU-weiten Aktionsplan die Zollzusammenarbeit noch mehr zu stärken. "Zusätzlich muss es unser Ziel sein, die Konsumenten für das Thema zu sensibilisieren. Man muss den Menschen klarmachen, dass sie durch den Kauf von Plagiaten den Wirtschaftsstandort Österreich schaden und teilweise auch die eigenen Gesundheit aufs Spiel setzen", so Schieder.

Das Bundesministerium für Finanzen hat 2008 ein wesentliches Augenmerk auf die Aufdeckung von Medikamentenfälschungen gelegt. Der Kauf von Fälschungen werde von vielen KonsumentInnen oft als "Kavaliersdelikt" abgetan. "Was dabei aber vielfach nicht bedacht wird, ist, dass Plagiate auch eine ernste Bedrohung für die Gesundheit und die Sicherheit der VerbraucherInnen darstellt. Ich warne alle KosumentInnen: Finger weg von diesen unsicheren, gesundheitsgefährdenden Medikamenten, die meist übers Internet bestellt werden. Unser Gesundheitssystem ermöglicht jedem zum Arzt zu gehen und sich das notwendige Medikament verschreiben zu lassen. Dies ist der sichere Weg", warnte Schieder vor Medikamentplagiaten. Abschließend lobte Andreas Schieder den SPÖ-Konsumentenschutzsprecher Johann Maier, der unermüdlich versucht, das Bewusstsein der Konsumenten zu schärfen und vor dem Kauf von Plagiaten warnt. (Schluss) mw

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