"Produktpiraterie ist Sicherheitsrisiko für Konsumenten und schädigt Wirtschaftsstandort Österreich"

Finanzstaatssekretäre Lopatka und Schieder präsentieren Produktpirateriebericht 2008

Wien (OTS) - Bei der heutigen Präsentation des Produktpiraterieberichts 2008 im Bundesministerium für Finanzen zeigten die Staatssekretäre Dr. Reinhold Lopatka und Mag. Andreas Schieder Besorgnis erregende Entwicklungen bei beschlagnahmten Plagiaten auf und wiesen insbesondere auf unerfreuliche Zuwächse bei Medikamentenfälschungen hin.
"Das Bundesministerium für Finanzen sieht als eine seiner zentralen Aufgaben den Schutz vor den Gefahren der Produktpiraterie: Plagiate in den verschiedensten Bereichen schaden nicht nur den Konsumentinnen und Konsumenten, sondern auch dem Wirtschaftsstandort Österreich beträchtlich", untermauerte Lopatka den Produktpirateriebericht 2008.

Die Zahl der vom Zoll aufgegriffenen Fälschungen hat sich - mit rund 620.000 Aufgriffen - 2008 im Vergleich zum vorangegangenen Jahr versechsfacht. Der Wert der beschlagnahmten Waren stieg im Jahr 2008 somit auf rund 83 Millionen Euro - gemessen am Originalpreis. Auch über den Handelsweg Internet hat die Produktpiraterie stark zugenommen.

Produktpiraterie sehr gefährlich im Medikamentenbereich

Vor allem Fälschungen am Gesundheitssektor stiegen alarmierend: mehr als 45% aller vom österreichischen Zoll gefundenen Sendungen mit Fälschungen enthielten Medikamentenplagiate. Während die Hitliste der gefälschten Arzneimittel nach wie vor von Lifestylepräparaten wie Diätpillen, Potenzmitteln und Haarwuchspräparaten angeführt wird, wurden 2008 erstmals auch Antidepressiva, Antibiotika sowie Mittel zur Behandlung von Brust- und Gebärmutterhalskrebs unter den gefälschten Arzneimitteln entdeckt.
"In diesem Bereich kooperieren die Kolleginnen und Kollegen mit der EU-weiten Zolloperation "Medifake" und erbringen hierbei großartige Leistungen: Insgesamt konnten bereits mehr als 34 Millionen gefälschte Medikamente in der EU aufgegriffen und somit unschädlich gemacht werden", so Staatssekretär Schieder.

Plagiate schaden Wirtschaftsstandort

Steigerungen an Plagiaten ergaben sich nahezu in allen Produktbereichen, insbesondere bei Parfümeriewaren und Kosmetika, Bekleidung und Bekleidungszubehör, elektrischen Apparaten und Ausrüstungsgegenständen, Computerzubehör, CDs und DVDs, Uhren und Schmuckgegenständen sowie Spielzeug.
China, mit 72% führendes Herkunftsland von Plagiaten, habe hier eine andere Einschätzung von Originalität, ein anderes Markenbewusstsein, konstatierte Schieder. Hier gelte es, das Bewusstsein auch in diese Richtung entsprechend zu schärfen.
"Von plagiierten Waren geht eine Bedrohung für die Gesundheit, die Sicherheit und die Arbeitsplätze der Österreicherinnen und Österreicher sowie der Bürgerinnen und Bürger der Europäischen Union aus. Deshalb muss die operationelle Zusammenarbeit mit Herkunftsländern von Plagiaten weiterhin ausgebaut werden!" ist Lopatka überzeugt.

"Unser Dank gilt im Besonderen den rund 1.000 Beamtinnen und Beamten, die durch ihren Dienst in der Bekämpfung der Produktpiraterie täglich einen wesentlichen Beitrag zu unserer Sicherheit und dem Schutz des Wirtschaftsstandortes Österreich leisten!" schlossen die beiden Staatssekretäre im Finanzministerium.

Service:
Den vollständigen Produktpiraterie-Bericht können Sie unter
https://www.bmf.gv.at/Zoll/Produktpiraterie/Produktpiraterieber_6870/
PP-Bericht_2008.pdf downloaden.)

Fotos zur honorarfreien Verwendung finden Sie im BMF-Fotoservice unter http://www.bmf.gv.at

Rückfragen & Kontakt:

Bundesministerium für Finanzen
Mag. Maria Mittermair-Weiss
Sprecherin von Staatssekretär für Finanzen Dr. Reinhold Lopatka
Hintere Zollamtsstraße 2b
A-1030 Wien
T: +43 (0)1 51433 500079
mailto: Maria.Mittermair-Weiss@bmf.gv.at

Mag. Jürgen Schwarz
Pressesprecher
Büro Staatssekretär Schieder im Finanzministerium
Hintere Zollamtsstraße 2b,
A-1030 WIEN
Tel.: 01-51433-500067
Mail: juergen.schwarz@bmf.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NFI0002