VP-Kenesei: "Förderung von Regenwasser-Sammelanlagen notwendig"

NÖ und OÖ zum Vorbild nehmen - SPÖ Wien hat Begriff "Umweltmusterstadt" aus Vokabular gestrichen

Wien (VP-Klub) - "Einsparpotenziale bei Betriebsgebühren müssen wirksamer genutzt werden können. Gerade angesichts der Gebührenlawine, die von der SPÖ Wien losgetreten wurde", forderte VP-Gemeinderat Günter Kenesei heute anlässlich eines Pressegesprächs. Kenesei führte als Beispiel die gestiegenen Wasser- und Abwassergebühren in Wien an und forderte eine neue Förderschiene für den Einbau von Regenwassersammelanlagen (Zisternensysteme) bei Reihen- und Einfamilienhausprojekten und im verdichteten Flachbau. "Die derzeit gültige Regelung bei der Befreiung von Abwassergebühren für die Verwendung von Gießwasser im Garten ist eine Farce. Effiziente Einsparungspotenziale lassen sich in Wohnhausanlagen mit verdichtetem Flachbau nur durch die Nutzung von Regenwasser erzielen. Wir fordern eine Förderung in Höhe von 30 Prozent der Kosten beim Einbau von Regenwasserzisternen", erläuterte der VP-Gemeinderat und Mitglied des Wohnbauausschusses.

Die Gebühren für Wasser und Abwasser machen derzeit insgesamt 3,39 Euro pro Kubikmeter aus. "Bei einem Garten mit 300 Quadratmetern und einem jährlichen Durchschnittsverbrauch von 90 Kubikmetern belaufen sich die Kosten auf über 300 Euro", rechnet Kenesei vor. Eine Zisterne mit 4.000 Litern Fassungsvermögen und geschätzten Kosten von 4.000 Euro bringt bei einer kontinuierlichen Befüllung von ca. 45 Kubikmetern Wasser über das Jahr gerechnet eine Ersparnis von ca. 150 Euro. "Niederösterreich und Oberösterreich fördern derartige Systeme bereits. Wien sollte sich hier ein Vorbild nehmen. Nur haben die Genossen in Wien den von Stadträtin Sima früher überstrapazierten Begriff ‘Umweltmusterstadt‘ leider aus ihrem Vokabular gestrichen."

Hochquellwasser wird verplätschert

"Statt weiter wertvolles Hochquellwasser zu verplätschern, sollte die Stadt ein Signal setzen und Hausbewohnerinnen und -bewohner bei den Betriebskosten spürbar entlasten. Gleichzeitig würde man ein Bewusstsein fürs Wassersparen entwickeln", richtete Kenesei die Forderung an die Stadträte Ludwig und Sima. "Die SPÖ sollte etwas weniger den Rathausplatz befeiern und stattdessen endlich Politik für die Wienerinnen und Wiener machen. Damit in Wien was weitergeht."

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