Josef Pröll: "Spätestens 2013 will ich Kanzler sein!"

ÖVP-Chef untermauert Kommissars-Anspruch für Wilhelm Molterer -Und: Othmar Karas soll nun ins Präsidium des Strassburger EU-Parlaments einziehen

Wien (OTS) - Wien.- ÖVP-Chef Vizekanzler Josef Pröll, erst seit knapp neun Monaten Parteichef, bestätigte nach seinem ersten bundespolitischen Erfolg und nach dem Absturz der SPÖ beim EU-Wahlgang im Gespräch mit NEWS, ab sofort auf den Ballhausplatz zuzusteuern: "Es ist klar, dass wir, die ÖVP, 2013 den Kanzler stellen sollen! Dafür arbeiten wir, dafür sind wir angetreten! Ja, ich will die ÖVP zu diesem Erfolg führen und wenn die Partei bis dahin mit mir den Weg geht, ins Kanzleramt einziehen."
Aber angesichts der Wirtschaftskrise gelte es zunächst, die Grosse Koalition zu stabilisieren, weshalb er, Pröll, Bundeskanzler Werner Faymann vor den Angriffen aus dessen eigenen SPÖ-Reihen in Schutz nehme.

Angesichts des EU-Wahlsieges der ÖVP sieht Pröll nunmehr den Anspruch seiner Partei auf den nächsten EU-Kommissar Österreichs gefestigt, "entweder für Wirtschafts- und Finanzdossiers oder im Umweltbereich." Was auf die ab absolute Favoritenrolle von Wilhelm Molterer dafür hinweist.

Auch im "Fall Karas" deutet Pröll im NEWS-Gespräch eine gesichtswahrende Lösung für alle Beteiligten an: Ernst Strasser werde trotz der fast 100.000 Vorzugsstimmen für Karas zwar ÖVP-Delegationschef in Strassburg, für Karas hingegen werde die ÖVP nunmehr kämpfen, damit dieser zu höchsten EU-Ehren aufsteigt - in die Präsidentenrolle des 736köpfigen EU-Parlaments.

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