Kärnten setzt Meilenstein in der Wirtschaftsförderung

LR Dobernig: Bürgschaften und Haftungen in Höhe von 30 Millionen Euro beschlossen - Enormer Impuls für Kärntner Unternehmen

Klagenfurt (LPD) - Nachdem Ende April die neue KWF-Richtlinie "Kleinbeihilfen 47a" auf Antrag des Finanzreferenten beschlossen wurde und Förderungen nun im Wege der vereinfachten "De-Minimis"-Regelung bis zur Höhe von 500.000 Euro ausbezahlt werden können, geht Kärnten nun den nächsten Schritt. Ziel ist die rasche und unbürokratische Unterstützung der Kärntner Wirtschaft. "Mit dem heutigen Beschluss in der Regierungssitzung setzen wir einen Meilenstein in der Wirtschaftsförderung. Seitens des Landes Kärnten werden wir Ausfallsbürgschaften und Haftungen bis zur Gesamthöhe von 30 Millionen Euro übernehmen und so den Kärntner Unternehmen den Zugang zu Kapital und Krediten ermöglichen. Damit fördern wir Investitionen und sichern die Arbeitsplätze der Kärntnerinnen und Kärntner", so Finanzlandesrat Harald Dobernig.

Konkret wurde in der heutigen Regierungssitzung die Genehmigung eines Bürgschafts- und Haftungsrahmens in Höhe von 30 Millionen Euro beschlossen, auf Basis einer eigenen Richtlinie des Landes Kärnten. Diese Richtlinie ist derzeit in Begutachtung. Um den Unternehmen rasch helfen zu können, soll bereits in der kommenden Sitzung am 18. Juni die Beschlussfassung durch den Kärntner Landtag erfolgen.

Förderungswerber können KMUs oder Großunternehmen bzw. natürliche und nicht natürliche Personen sein, wenn die zu fördernde Maßnahme oder das zu fördernde Vorhaben wirtschaftliche Vorteile für Kärnten erwarten lässt. Auch Kleinstunternehmen werden gefördert. Das zu fördernde Unternehmen muss seinen Sitz und/oder Betriebsstätte in Kärnten haben. Wesentlich ist, dass Unternehmen gefördert werden, die nach dem 1.7.2008 aufgrund der Finanz- und Wirtschaftskrise in Schwierigkeiten geraten sind. Gefördert wird die Finanzierung von Investitionen, Umstrukturierungen oder sonstigen Kosten mit Projektcharakter. Gegenstand der Förderung kann erstmals auch der Betriebsmittelrahmen inklusive auftragsbezogener Finanzierung sein, so Dobernig.

Als Prüf- und Abwicklungsstelle für das Land Kärnten wird für dieses Beihilfenprogramm die Kärntner Sanierungsgesellschaft mbH (KSG), eine Tochtergesellschaft des KWF, fungieren.
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