Francesca Habsburg gegen Österreichs Kulturpolitik

Harte Bandagen der Kunst-Mäzenin Francesca Hansburg in einem Interview für die morgen erscheinende NEWS-Ausgabe.

Wien (OTS) - Habsburg: "In Österreich hat man hat Angst, wirkliche Chancen zu nützen und auch davor, wen man fördert. Es gibt so viele interessante Avantgarde-Komponisten und eine pulsierende Musikszene. Aber hier gibt man Millionen dafür aus, Orchester aus der ganzen Welt herzubringen und Mozart ohne Ende in die Welt zu exportieren, anstatt dass man etwas Neues fördert. Aber nächstes Jahr ist der 100. Todestag von Gustav Mahler. Und hoffentlich hat sein Engagement für Erneuerung einen erfrischenden Einfluss auf diese Stadt!"

Die drohende Liquidierung des ORF-eigenen Orchesters RSO sieht Habsburg als symptomatisch: "Ich verstehe das überhaupt nicht. Und zur gleichen Zeit gibt es keine Förderung der Filmschaffenden, obwohl sie mit Oscars und Goldenen Palmen von einem Sieg zum nächsten gehen. Das ist doch lächerlich! Aber so etwas passiert wahrscheinlich, wenn man den Posten des Kulturministers einer Bankerin gibt. Frau Schmied wird nie verstehen, wie wichtig Kultur wirklich ist. Und sie kann auch nicht damit beginnen, die Kunstschaffenden zu verteidigen. Ich glaube, wenn sie wenigstens das Schulsystem verändert hätte, würde ihr jeder verzeihen, dass sie keine fortschrittliche Denkweise für die Kultur hat. Aber das ist auch nicht der Fall."

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