Strafen für Produktpiraterie gehören verschärft

Extremer Anstieg bei Arzneimittelfälschungen / Apothekerverband begrüßt Vorstoß des Nationalrates

Wien (OTS) - T-Shirts zu fälschen ist das eine, Medikamente
illegal zu kopieren, das andere. Arzneimittel sind besondere Waren und daher besonders zu schützen. Vor allem vor Fälschungen. "Als Präsident des Österreichischen Apothekerverbandes begrüße ich die Forderung des Nationalrates, den Strafrahmen für Produktpiraterie deutlich zu verschärfen. Angesichts der dramatischen Gefahren für die Konsumenten, fordern wir Apotheker, dass nicht nur das Fälschen von Arzneimitteln, sondern auch das Verkaufen und Weitergeben unter Strafe gestellt wird", kommentiert Dr. Friedemann Bachleitner-Hofmann die heutige Diskussion zum aktuellen Produktpirateriebericht des Finanzministeriums im Nationalrat.

Marken- und Produktpiraterie ist EU-weit, aber besonders in Österreich, auf dem Vormarsch. Medikamentenfälschungen waren beim jüngsten Produktpirateriebericht im Visier des Finanzministeriums. Die Hälfte aller Fälschungen betraf Arzneimittel! Der österreichische Zoll zog im Vorjahr mehr als 40.000 gefälschte Medikamenten-Packungen aus dem Verkehr. EU-weit waren es 34 Millionen! Gefälscht wird alles:
von Krebs-, Cholesterin- und Schmerzmedikamenten angefangen bis hin zu Diät- und Potenzpillen.

"Medikamente sind keine gewöhnlichen Waren, sondern besondere Güter, die lebensnotwendig und lebensrettend sind. Wer Medikamente fälscht und illegal über das Internet oder den Versandhandel vertreibt, macht sich schuldig am Tod Unschuldiger", verdeutlicht Bachleitner-Hofmann.

Sicher ist, wer seine Medikamente über die öffentliche Apotheke bezieht. "Nur wir Pharmazeuten garantieren die Einhaltung der 'Kette' von der produzierenden Industrie über den Medikamenten-Großhandel bis zur Abgabe in der Apotheke. Das ist Konsumentenschutz von seiner besten Seite", so der Präsident abschließend.

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Mag. pharm. Hans Jakesz
Pressesprecher des Österreichischen Apothekerverbandes
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