Aktion Leben wirbt um Verständnis für Einzigartigkeit jedes Menschen

Postkarten-Kampagne "100.000 mal einzigartig" und Gespräch mit Frauenministerin Heinisch-Hosek

Wien, 09.06.2009 (KAP) Die "Aktion Leben" wirbt bei den politischen Verantwortungsträgern um mehr Bewusstsein für die Einzigartigkeit jedes menschlichen Lebens. Mit der Postkarten-Kampagne "100.000 mal einzigartig" soll die Regierung an ihre in der Koalitionsvereinbarung getroffene Übereinkunft erinnert werden, behindertes Leben nicht länger als "Schadensfall" zu bewerten. Die "Aktion Leben" fordert, dass diese Zusage endlich rechtlich umgesetzt wird. Adressaten der Kampagne sind Bundeskanzler Werner Faymann, Vizekanzler Josef Pröll und weitere Regierungsmitglieder, darunter auch Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek.

Wie aus einer Presseaussendung der "Aktion Leben" vom Dienstag hervorgeht, habe die Frauenministerin bei einem Gespräch mit Vertreterinnen der "Aktion Leben" Verständnis für deren Anliegen gezeigt. Aus ihrer persönlichen Erfahrung heraus sei für sie ein Kind mit Behinderung kein Schaden, so Heinisch-Hosek im Gespräch mit "Aktion Leben"-Generalsekretärin Martina Kronthaler und der Vizepräsidentin der "Aktion Leben", Gertraude Steindl.

Im weiteren Gespräch sei es vor allem um die Erfahrungen der "Aktion Leben" in der Schwangerenberatung gegangen, so Generalsekretärin Kronthaler im Anschluss: "Es sind so viele unterschiedliche Schicksale. Viele schwangere Frauen fallen durch das soziale Netz. Wir sind froh, dass sich die Frauenministerin dafür interessiert". Die "Aktion Leben"-Vertreterinnen hätten einmal mehr auch ihre Forderung nach einem Hilfsfonds für Schwangere in Not bekräftigt.

Die Postkarten der Kampagne "100.000 mal einzigartig" zeigen vier verschiedene Sujets: ein kleines Mädchen, das am Bauch einer hochschwangeren Frau lehnt; ein Mädchen mit Down-Syndrom; ein etwa 20 Jahre junger Mann; ein älterer Mann. Sie tragen den Titel "Ich bin einzigartig. Sie auch?" Der Kartentext enthält einen Auszug aus dem Koalitionsabkommen, in dem es heißt: "Das Kind mit all seinen Eigenschaften, selbstverständlich auch mit einer oder mehreren Behinderungen, ist der Gesellschaft ... in höchstem Maße willkommen". Zugleich enthält die Postkarte die Aufforderung an die Adressaten, das Schadensersatzrecht zu ändern und die Unterstützung für Betroffene und Angehörige auszubauen.

Informationen im Internet unter www.aktionleben.at.

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