Smolik zu Museumsquartier: Auf Kommunikation setzen, nicht auf Verbote

Keine völlige Kommerzialisierung des öffentlichen Raums

Wien (OTS) - Das Museumsquartier ist seit seiner Eröffnung für viele junge Menschen ein Ort, um sich abseits vom Konsumzwang zu treffen. Jetzt könnte es damit vorbei sein. Offenbar wurden vor kurzem von der Betreibergesellschaft neue Regeln fürs Museumsquartier aufgestellt. So ist nun das Konsumieren von Getränken außerhalb von Lokalen des MQ verboten. Und es darf keine Musik mehr gespielt werden, Radfahren und Skaten ist auch verboten. "Solche Verbote führen faktisch zu einer Total-Kommerzialisierung des öffentlichen Raums. In dieser Stadt aufzuwachsen, bedeutet immer mehr, nirgends erwünscht zu sein. Überall werden junge Menschen vor allem als Störung dargestellt. Wir fordern die Museumsführung dazu auf, auf Kommunikation anstatt auf Verbote zu setzen. Jugendliche haben ein Recht auf öffentlichen Raum ohne Konsumzwang", so die Jugendsprecherin der Grünen Wien, Claudia Smolik. "Die bestehende Müllproblematik könnte zuerst mit einem größeren Angebot an Mistkübeln angegangen werden, in Kombination mit Bewusstseinsbildung und Kommunikation. Wir unterstützen die Initiative, die sich gegen die Verbote gegründet hat."

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