FCG: Tragfähiges Zukunftskonzept für AT&S Leoben

Christgewerkschafter verlangen rasche Hilfe für die Beschäftigten in Leoben Hinterberg

Wien/Graz (FCG) - "Das Unternehmen hat über Jahre ordentliche Gewinne geschrieben, die Mitarbeiter haben die finanzielle Basis geschaffen, um einen Weltkonzern aufzubauen. Jetzt haben die Menschen ihre Schuldigkeit getan, das Unternehmen geht mit einem Großteil der Produktion nach Asien und der Konzernvorstand hat noch keine Perspektiven für das Werk Hinterberg vorgelegt", damit werden wir uns nicht abfinden, sagt AK-Vizepräsident Franz Gosch.

Die Steirischen Christgewerkschafter mit AK-Vizepräsident Franz Gosch fordern neben Abfederungsmaßnahmen durch Sozialplan und Arbeitsstiftung ein Zukunftskonzept für das Werk Hinterberg.
Der Vorstand aber auch alle politischen Akteure, die sich jetzt mit "guten Ratschlägen" überschlagen haben, werden aufgefordert, alles zu unternehmen, um den betroffenen Beschäftigten im Werk Hinterberg zu helfen.

Zukunftsstrategie mit Kompetenzzentrum

Gemeinsam mit dem Betriebsrat fordert Gosch die Umsetzung eines Standortkonzeptes für den Auf- und Ausbau eines Kompetenz- und Entwicklungszentrums. Es sollen künftig Arbeitsplätze am Standort für die Entwicklung, Konstruktion, Planung, 0-Serie bis zur serienreifen Fertigung geschaffen werden. Die technischen Voraussetzungen sind mit der Forschungsabteilung in Leoben, sowie durch die enge Kooperation mit der Montan-Uni sowie mit der TU Graz gegeben.

Hinzu kommen als neues Geschäftsfeld die Betreuung der verschiedenen Standorte im Ausland und der Erfahrungsrückfluss, der für die neue Grundlagen- und Anwendungsforschung von Bedeutung ist.
Die Arbeitnehmervertretung setzt hier auf netzförmige Strukturen, wie Innovationsnetzwerke, sowie Forschungskooperationen innerhalb des Autoclusters, als eine Möglichkeit, um im Wettbewerb auch künftig bestehen zu können.

Perspektiven durch Aus- und Weiterbildung

Zu einem ganzheitlichen Konzept des Unternehmens gehört die Intensivierung der Aus- und Weiterbildung für alle Beschäftigten unter Einbeziehung der AT&S Arbeitsstiftung.
Gosch ist überzeugt, dass die steirischen AT&S Standorte eine gute Perspektive haben. "Wenn jetzt alle Kräfte für eine Zukunftsstrategie gebündelt werden, dann kann die Arbeitsplatzsicherung gelingen."

Neue Produktlinie mit Photovoltaik und Feinleitertechnik

Die in Leoben-Hinterberg entwickelte Photovoltaik stellt einen weiteren Hoffnungsfaktor für den Standort dar. Gerade in Zeiten zunehmender Energieverknappung sollte die AT&S AG seine neue Produktlinie umgehend finalisieren. Auch die am Standort entwickelte Feinleitertechnik steht vor der Serienreife und ist die neueste Generation von Leiterplatten, damit kann die AT&S zum Marktführer werden.

Für diesen neuen Hightech-Markt müssen auch seitens der Politik Anstrengungen unternommen werden, um das Know-how mit der Wertschöpfung im Land zu halten, schließt Gosch.

Der Bundesvorsitzende der Christgewerkschafter, ÖGB-Vizepräsident Norbert Schnedl, unterstützt die Initiative der Steirischen Christgewerkschafter: "In dieser schwierigen Situation ist konstruktives Handeln für die Kolleginnen und Kollegen bei AT&S das Gebot der Stunde. Hannes Androsch kann jetzt zeigen, ob er soziale Marktwirtschaft wirklich ernst nimm, oder ob es ihm nur um Lohndumpings und Standortverlagerung in Billiglohnländer geht."

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