Marek: Aktuelle Kinderbetreuungsquote noch nicht zufriedenstellend

Investitionen in den Ausbau von Kinderbetreuungsangeboten konsequent fortsetzen

Wien (OTS/BMWFJ) - Als "noch nicht zufriedenstellend" bezeichnete Christine Marek, Staatssekretärin im Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend, heute, Freitag, die Zahlen der aktuellen Kindertagesheimstatistik der Statistik Austria. "Trotz eines leichten Anstiegs über alle Altersklassen hinweg zeigen die Daten für mich ganz klar, dass wir im Vergleich zu anderen Ländern Aufholbedarf haben und der von uns eingeschlagene Weg in der Familienpolitik notwendig und richtig ist, um uns zu steigern und in Zukunft noch besser zu werden. Wir müssen unsere Investitionen in den Ausbau von Kinderbetreuungsangeboten konsequent fortsetzen, um speziell auch den Barcelona-Zielen bis zum Ende dieser Legislaturperiode einen großen Schritt näher zu kommen", so die Staatssekretärin.

Auch wenn es sich in den aktuellen Betreuungsquoten noch nicht 1:1 widerspiegle, habe sich jedoch speziell in den vergangenen zwei Jahren sowohl in den einzelnen Bundesländern als auch von Seiten des Bundes viel in Sachen Kinderbetreuung getan, so Marek weiter. Als Beispiel für die bereits laufenden Maßnahmen nannte sie in ihren Ausführungen die bis 2010 geltende Artikel 15a-Vereinbarung zum Ausbau der Betreuungsangebote für die unter Dreijährigen. Der Bund investiere jährlich 15 Millionen, die von den Ländern im Verhältnis 3:4 kofinanziert würden. "In Summe werden somit über die Jahre 2008 bis 2010 mehr als 100 Millionen Euro in die Zukunft unserer Kinder und Familien investiert und der Ausbau von möglichst vielfältigen und ganztägigen Betreuungsformen forciert."

Auch die aktuelle, bereits von allen Ländern unterzeichnete Artikel 15a-Vereinbarung zur Einführung des halbtägig kostenlosen und verpflichtenden Kindergartenjahr für alle 5-Jährigen, die heute bereits auf der Tagesordnung des Familienausschusses stehe, sei ein weiterer wichtiger Schritt zur Verbesserung der Situation. "In der Vereinbarung mit den Ländern wurde nämlich klar und deutlich festgehalten, dass durch den finanziellen Beitrag des Bundes allfällig freiwerdende Budgetmittel der Länder wieder in den Ausbau von Kinderbetreuungseinrichtungen investiert werden müssen."

Die aktuellen Zahlen der Statistik Austria würden zeigen, dass es nach wie vor bei den unter Dreijährigen und bei der Betreuung von Schulkindern den größten Aufholbedarf gebe, so die Staatssekretärin. "Gemeinsam mit den Bundesländern werden wir daher in den kommenden Jahren ein besonders Augenmerk auf diese Altersklassen legen und auf den bereits bestehenden und erfolgreichen Initiativen aufbauen. Wenn wir alle konsequent daran arbeiten, dann werden wir damit auch Erfolg und zukünftig zufriedenstellende Betreuungsquoten haben, die den internationalen Vergleich nicht zu scheuen brauchen", zeigte sich Marek abschließend überzeugt.

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