Neues Volksblatt: "Bauernfeinde" (von Markus Ebert)

Ausgabe vom 5. Juni 2009

Linz (OTS) - Auf eines ist Verlass: Geht es irgendwo gegen die Bauern, dann sind mit Sicherheit die Sozialisten mit von der Partie. Beispiele gefällig?
Der rote EU-Spitzenkandidat Hannes Swoboda nennt das EU-Budget zu landwirtschaftslastig. Was er als "Umstrukturierung" umschreibt, heißt im Klartext: Weniger Geld für die heimischen bäuerlichen Familienbetriebe. Die Haider-SPÖ in OÖ wiederum stürzt sich begierig auf den Verdacht, holländische Milch könnte in einer heimischen Käserei gelandet sein. Dass die Sache längst geklärt war, kümmerte die Genossen wenig. Hauptsache, man kann die Bauern anpatzen (siehe Seite 11).
Faktum ist: Ohne Bauern ist es insbesondere um den ländlichen Raum schlecht bestellt. Jede dritte Gemeinde in Oberösterreich kämpft mit dem Problem der Abwanderung, Maßnahmen dagegen haben daher in der Landespolitik hohe Priorität. Eine dieser Maßnahmen ist ganz gewiss die Sicherung der bäuerlichen Existenz. Immerhin jeder achte Arbeitsplatz in Österreich hängt direkt oder indirekt von den land-und forstwirtschaftlichen Betrieben ab. Wenn die SPÖ daher den Bauern das Geld neidet, das ihnen auch die EU zugesteht, dann leistet sie der Ausdünnung des ländlichen Raumes Vorschub.

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