LR Ragger schaltet wegen Todesfall Staatsanwaltschaft ein

Frau mit massiven Druckgeschwüren verstarb - Überprüfung soll alle Zweifel beseitigen und Klarheit schaffen

Klagenfurt (LPD) - Kärntens Sozialreferent Landesrat Christian Ragger sieht nach einem tragischen Vorfall in einem Pflegeheim im Raum Villach Handlungsbedarf. "Ich habe den Auftrag gegeben, dass eine Sachverhaltsdarstellung an die Staatsanwaltschaft gemacht wird. Es kann aufgrund der bestehenden Unterlagen nicht ausgeschlossen werden, dass es auch zu Pflegemängeln gekommen ist. Die dazu berufenen unabhängigen Behörden sollten dies prüfen", teilte Ragger heute, Donnerstag, mit.

"Wann immer der Verdacht auf Pflegemängel in einem Heim auftaucht, bin ich für eine klare Linie. Es muss geprüft werden und wenn notwendig müssen auch Konsequenzen gezogen werden. Das sind wir den Bewohnern in den Heimen schuldig", stellte Ragger klar.
Im konkreten Fall handelt es sich um eine 85jährige Frau, die seit Oktober abwechselnd in einem Pflegeheim und im Spital betreut worden ist. Es liegen Unterlagen vor, die massive Druckgeschwüre an mehreren Stellen belegen. Die betagte Frau ist mittlerweile verstorben. Der Tod dürfte nach den ersten ärztlichen Mitteilungen nicht mit den Dekubitalgeschwüren zusammenhängen.

Überprüfungen im betroffenen Pflegeheim haben gezeigt, dass das Heim eine korrekte Dokumentation über die Druckgeschwüre geführt hat und auch eine regelmäßige ärztliche Betreuung erfolgt ist. Der Heimbetreiber betonte, dass auch er mit einer Überprüfung durch die Staatsanwaltschaft einverstanden sei.

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