Senate der Kunstuniversitäten gegen drohende Entdemokratisierung

Wien (OTS) - Die Senate der Kunstuniversitäten Österreichs sprechen sich vehement gegen die Entmachtung der Senate durch das geplante Universitätsrechts-Änderungsgesetzes 2009 aus und bestehen auf eine Berücksichtigung der Sonderstellung der Kunstuniversitäten!

Die Senate der Kunstuniversitäten Österreichs schließen sich der gemeinsamen Stellungnahme der Senate der Österreichischen Universitäten zum geplanten Universitätsrechts-Änderungsgesetzes an.

Auf Leitungsebene sind die Senate die einzigen demokratisch gewählten Gremien an Universitäten in denen alle Personengruppen einer Universität vertreten sind.

Vehement sprechen sich die Senate der Kunstuniversitäten Österreichs gegen den Abbau der demokratischen Strukturen an Universitäten, insbesondere gegen den Wegfall der Entscheidungsbefugnisse der Senate durch die geplante Novellierung des UG 2002, aus. Problematischste Änderungen sind die stark beschnitte Kernkompetenz des Senats in allen curricularen Entscheidungen und das Prozedere der RektorInnenwahl.

Die Senate der Kunstuniversitäten Österreichs bestehen auf einer eindeutigen im Gesetz verankerten Berücksichtigung der spezifischen Situation der Kunstuniversitäten. Zum einen, weil sie sich meist schon allein auf Grund ihrer Größe strukturell von rein wissenschaftlichen Universitäten unterscheiden; zum anderen, weil künstlerische und künstlerisch-wissenschaftliche Studien andere Rahmenbedingungen und Regelungen erfordern, als wissenschaftliche.

Wir bestehen ebenso auf die Bedeutung der gesellschaftlichen Rolle der Kunst als einem Bereich, den es vor rückhaltlosen politökonomischen Instrumentalisierungen zu schützen gilt.

Die Vorsitzenden der Senate:
Senat der Akademie der bildenden Künste Wien
Senat der Universität für angewandte Kunst in Wien
Senat der Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung, Linz
Senat der Universität für Musik und darstellende Kunst in Graz Senat der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien
Senat der Universität Mozarteum Salzburg

Rückfragen & Kontakt:

Doz.in Mag.a Bettina Henkel,
Vorsitzende des Senats der Akademie der bildenden Künste Wien
Tel.: 0043-664-80 887 3100, b.henkel@akbild.ac.at
Mag.a Dr.in Ruth Mateus-Berr, stellvertretende Vorsitzende des Senats der Universität für angewandte Kunst in Wien
Tel.: 0043-676-777 61 28, ruth.mateus-berr@uni-ak.ac.at

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