Vergleichen macht sicher: Neues Benchmarking-Instrument für Wiener Hotellerie

Wien (TP/OTS) - Bereits über 100 Wiener Hotels nehmen an einem Benchmarking-System teil, das ÖHV-Präsident Peter Peer, Wiens Tourismusdirektor Norbert Kettner und Carolin Bischof, Sales Managerin von STR Global, vorstellten. Damit können Auslastung und Preise anonymisiert tagesaktuell mit Mitbewerbs-Clustern verglichen werden. ÖHV-Mitglieder erhalten Sonderkonditionen, der WienTourismus unterstützt Betriebe, die sich dem anschließen.

Auslastung und Preisgestaltung bestimmen den wirtschaftlichen Erfolg eines Hotels und unterliegen den Marktgesetzen von Angebot und Nachfrage. Dabei spielt der Wettbewerb der einzelnen Häuser untereinander eine große Rolle, umso mehr in wirtschaftlich schwierigen Zeiten, wo die internationale Reiseaktivität nachlässt. Um die eigene Position in diesem Wettbewerb klar zu erkennen und seine Strategien danach ausrichten zu können, ist Benchmarking - der Vergleich mit der Konkurrenz - das geeignete Werkzeug. Viele Wiener Hotels bedienen sich dessen schon seit längerer Zeit, doch es sollen mehr werden, denn je größer die Anzahl, desto aussagekräftiger die Ergebnisse für den einzelnen Unternehmer. Auch Anbieter solcher Werkzeuge gibt es mittlerweile viele, die Vorteile eines einheitlichen Systems in einer Destination, liegen allerdings auf der Hand.

Kürzere Buchungsfristen, unsichere Prognosen:
Sichere Entscheidungen dank Benchmarking

Die Österreichische Hoteliervereinigung (ÖHV) und der WienTourismus haben das diesbezügliche Angebot sondiert und sich nach einem Preis-Leistungs-Check für die Zusammenarbeit mit STR Global entschieden. Sie empfehlen den Wiener Hotels, sich dem System anzuschließen, denn wie ÖHV-Präsident Peter Peer ausführt "ist Benchmarking gerade jetzt das geeignete Hilfsmittel, die betriebswirtschaftlichen Auswirkungen der krisenbedingt schwächeren Nachfrage so gering wie möglich zu halten. Prognosen sind mittlerweile bedeutungslos geworden. Die Marktbedingungen ändern sich so rasch, dass Vorhersagen, kaum getätigt, wieder revidiert werden müssen. Gleichzeitig buchen die Kunden kurzfristiger denn je. Beides zusammen erschwert betriebswirtschaftliche Entscheidungen enorm. Benchmarking gibt in dieser Situation die notwendige Sicherheit, wenn es gilt, Entscheidungen zu treffen und Strategien zu entwerfen. Wie sich diese bewähren, ist rasch ablesbar, allfällige Adaptierungen können schnell erfolgen."

Renommierte Kunden, verlässlicher Datenschutz

Die Wahl von STR Global als Partner ergab sich aus der weltweiten Marktführerschaft des Unternehmens, seiner Referenzliste, der technischen und praktischen Vorteile seines Systems und dem günstigen Angebot. Dazu Peer: "STR Global entstand 2008 durch den Zusammenschluss von drei renommierten Anbietern und erstellt derzeit monatliche, wöchentliche und tagesaktuelle Reports für mehr als 38.000 Hotels mit knapp 5 Millionen Zimmern weltweit. Zu seinen Kunden zählen die größten und erfolgreichsten Unternehmen der internationalen Hotelindustrie wie etwa Hilton, Marriott, Hyatt oder Starwood, aber auch führende Tourismusorganisationen wie der Hotelverband Deutschland (IHA) oder die Welttourismus-Organisation der Vereinten Nationen (UNWTO). Solche Referenzen sind auch von Bedeutung, wenn es um die Wahrung der Vertraulichkeit von Daten für den Einzelbetrieb geht, einem Aspekt auf den wir besonderen Wert gelegt haben, und bei dem STR Global voll überzeugt hat. 49 Wiener Betriebe waren bereits vor Jahresbeginn in das System eingebunden, 109 sind es mit heutigem Stand, und sie alle haben die Erfahrung gemacht, dass sie davon profitieren."

Faire Preise für Gast und Hotelier

Die heikelsten Daten sind selbstverständlich Preise, denn STR Global liefert aktuelle Durchschnittswerte von Auslastung, Zimmerpreis und Umsatz pro verfügbarem Zimmer (Revenue per available room - RevPar). Mit diesen Schlüsselzahlen lässt sich der Zimmerpreis punktgenau kalkulieren, um im Wettbewerb zu bestehen: nicht zu niedrig, um den Gewinn zu optimieren, aber auch nicht zu hoch, um keine Gäste zu verlieren. Diese Möglichkeit der strategischen Preiskalkulation ist laut Tourismusdirektor Norbert Kettner Hauptmotivation für den WienTourismus, sich für das Benchmarking einzusetzen: "Wien ist", wie er betont, "als Destination positioniert, die Qualität zu fairen Preisen bietet, und damit sehr erfolgreich. Ein Hotelpreis ist nur dann fair, wenn dabei sowohl der Gast als auch der Hotelier auf ihre Rechnung - im wahrsten Sinne des Wortes - kommen. Als Tourismusorganisation ist man der Anwalt beider, denn die Destination soll erschwinglich sein, und ihre Hotellerie soll florieren, was deren gute Qualität voraussetzt. Diese ist wiederum nur mit entsprechenden Einnahmen zu halten bzw. zu steigern. 2009 leidet der Tourismus und damit auch die Hotellerie weltweit unter wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, deren Auswirkungen man sich nicht entziehen kann. Deren Negativeffekt kann man mit Benchmarking aber aktiv etwas entgegensetzen."

WienTourismus fördert Teilnahme, Sonderkonditionen für ÖHV-Mitglieder

Doch das schwierige Jahr 2009 ist keineswegs der einzige Grund, den Kettner für das Benchmarking sieht, er erklärt weiters: "Wien hat - auch aufgrund seiner starken touristischen Performance mit sechs Rekordjahren en suite - zusätzlich noch einen starken Bettenzuwachs zu verzeichnen, der die Binnenkonkurrenz verschärft. Allein seit 2006 hat sich die Beherbergungskapazität um rund 6.700 Betten erhöht und beträgt zur Zeit rund 51.000 Betten, nächstes Jahr werden es 53.000 sein. Auch deshalb ist die strategisch sinnvoll abgestimmte Preiskalkulation das Gebot der Stunde. Wer den Preis zu hoch ansetzt, ist nicht konkurrenzfähig und schlecht ausgelastet, wer ihn zu niedrig ansetzt, braucht mehrere Jahre, um ihn wieder auf den ursprünglichen Stand zu bringen und kann damit außerdem eine negative Preisspirale für die ganze Branche auslösen. Wir legen daher der Wiener Hotellerie nicht nur nahe, ihre Preisgestaltung mittels Benchmarking abzusichern, sondern unterstützen dies heuer auch mit einem Gesamtbetrag von insgesamt 25.000 Euro als Einstiegshilfe, der unter den ersten 100 Hotels, die sich anschließen, aufgeteilt wird, womit auf jedes 250 Euro entfallen."

Vergleichsdaten automatisch per E-Mail, Spezialwünsche im Web abrufbar

Mit STR Global erhält die Tourismuswirtschaft wichtige Preis-Reports, die auch mit den bestehenden Preis-Indizes wie dem Hotel Price Index von Hotel.com oder dem trivago Hotelpreis Index vergleichbar sind. Für Machbarkeitsstudien und neue Projekte bieten die Reports von STR Global eine hervorragende Ausgangsbasis. Zu den Details des Benchmarking-Angebots von STR Global berichtete Carolin Bischof, Sales Managerin des Unternehmens, Folgendes: "Wir liefern den teilnehmenden Wiener Betrieben per E-Mail täglich, wöchentlich und monatlich Vergleichszahlen zu allen angeschlossenen Wiener Hotels sowie zu einer von jedem Hotel frei wählbaren Vergleichsgruppe. Diese muss mindestens vier andere Hotels mit drei verschiedenen Eigentümern umfassen. Die Gruppe kann auch größer sein, aber die Mindestzahl ist nötig, um die Vertraulichkeit der Daten des einzelnen Betriebs zu gewährleisten. Die gelieferten Zahlen sind Auslastung, durchschnittlicher Zimmerpreis und RevPar sowie jeweils die prozentuelle Veränderung zum Vergleichszeitraum des Vorjahres. Dazu gibt es auch einen Index, aus dem der Hotelier die Performance seines Hauses auf einer Rangliste ablesen kann. Zu diesem Mail-Service kommt noch der jederzeit im Internet abrufbare Online Report Generator, der für den Benutzer Berichte nach individueller Interessenslage erstellt, zum Beispiel nach zeitlichen Kriterien: Wie waren meine Zahlen während eines bestimmten Kongresses im Vorjahr, wie sind sie heuer? Oder nach Marktsegmenten: Wie sind meine Daten im Vergleich zu Betrieben der gleichen Preisklasse? Dabei stehen nicht nur die Daten aller Teilnehmerbetriebe der Destination sowie der gewählten Vergleichsgruppe zur Verfügung, sondern hier darf zusätzlich noch eine zweite Vergleichsgruppe ausgesucht werden. Alle Ergebnisse sind sowohl in Tabellenform als auch als Grafik erhältlich."

Einfache Handhabung, günstiger Preis

Der Umgang mit dem STR-Global-Benchmarking ist einfach und unaufwändig: Täglich sind nur zwei Zahlen einzugeben, den Rest erledigt das System automatisch. Wie man Ergebnisse rasch abruft, erlernt man in Webseminaren, die zwischen einer halben Stunde und einer Stunde dauern. Sie sind im Service ebenso inkludiert wie ein täglich besetzter deutschsprachiger Helpdesk. Das beschriebene Gesamtpaket bietet STR Global für eine Jahresgebühr von 1.125 Euro an. Für ÖHV-Mitglieder gibt es Sonderkonditionen: Diese erhalten das Package um 750 Euro, und von den ersten 18 Monate werden ihnen nur 12 verrechnet. Für die ersten 2,5 Jahre gibt es für sie zusätzlich eine Preisgarantie, Erhöhungen danach werden an den Verbraucherpreisindex angepasst (max. 3 %). Der WienTourismus unterstützt die ersten 100 Wiener Betriebe, die sich für eine Teilnahme bei STR Global entscheiden, mit 250 Euro, wodurch im ersten Jahr für ÖHV-Mitglieder nur 500 Euro anfallen, für Nicht-ÖHV-Mitglieder nur 875 Euro.

Weitere Informationen können Sie auf der ÖHV-Website downloaden:
http://www.tourismuspresse.at/redirect.php?oehv17

Anlaufstelle für Interessenten ist die
ÖHV
Mag. Christian Halbertschlager
Tel.: +43 (0)1 533 09 52-19 christian.halbertschlager@oehv.at
die weitere Auskünfte erteilt und Anmeldungen entgegennimmt.

Rückfragen & Kontakt:

Martin Stanits
Leiter Public Affairs & Public Relations
Österreichische Hoteliervereinigung
Tel.: +43 (0)1 533 09 52-20
martin.stanits@oehv.at

Vera Schweder
Unternehmenssprecherin
WienTourismus
Tel.: +43 (0)1 211 14-110
schweder@wien.info

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