ÖAMTC: "Kampf dem Schilderwald in Hallein" erhält KfV-Verkehrssicherheitspreis (+ Foto)

Club treibt seit Jahren "Entschilderungsprojekte" voran

Wien (OTS) - Seit einem Jahr kommen die Autofahrer in Hallein mit deutlich weniger Verkehrsschildern aus als früher. Unter dem Motto "Kampf dem Schilderwald" hat die Stadtgemeinde in Kooperation mit dem ÖAMTC im April 2008 mehr als 300 von 1.000 Verkehrszeichen beseitigt. Darunter vor allem Hinweistafeln sowie Gebots- und Verbotsschilder, die zum Teil überflüssig oder nutzlos waren. "Es hat sich herausgestellt, dass die Schilder niemandem abgehen", zieht Halleins Bürgermeister Christian Stöckl eine positive Bilanz. Neben mehr Verkehrssicherheit und weniger Ausgaben für Schilder gibt es noch einen schönen Nebeneffekt, nämlich einen wahren Preisregen: Nach dem "Best Practise Award" des österreichischen Gemeindebundes wurde das Projekt gestern Abend mit dem Verkehrssicherheitspreis des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KfV), dem Aquila, ausgezeichnet. Darüber freut man sich auch beim ÖAMTC: "Das Auslichten des Schilderwaldes liegt in der Wunschliste der Autofahrer ganz oben. In Hallein haben wir mit großem Erfolg vorgezeigt, wie es praxisnahe und unbürokratisch geht", resümiert ÖAMTC-Salzburg-Chef Erich Lobensommer.

Der ÖAMTC setzt sich seit Jahren für eine deutliche Reduzierung von Verkehrsschildern ein. In einem EuroTest der führenden europäischen Automobilclubs unter Leitung des ÖAMTC-Verkehrsmanagements wurde nämlich auch in österreichischen Städten eine eklatante Überbeschilderung festgestellt. Die Flut an Verkehrsschildern und Hinweistafeln überfordert die Autofahrer, Fehlreaktionen und Fehlverhalten sind das Resultat. Blickfelduntersuchungen zeigen, dass es für einen Fahrzeuglenker praktisch unmöglich ist, mehr als drei Verkehrszeichen gleichzeitig wahrzunehmen und zu verarbeiten. Selbst dann, wenn die Schilder beim Annähern mehr als zwei Sekunden im Sichtbereich liegen. ÖAMTC-Experten gehen davon aus, dass ein Fünftel aller Verkehrszeichen eingespart und zeitgleich die Sicherheit im Straßenverkehr dadurch maßgeblich erhöht werden kann. "Die Verkehrsteilnehmer gehen mit Freiräumen verantwortungsbewusst um. Sie wissen über die Grundregeln der Straßenverkehrsordnung Bescheid. Weniger Schilder bringen mehr Sicherheit auf den Straßen", ist man beim Club überzeugt.

Deshalb hat man es sich beim ÖAMTC zum Ziel gesetzt, Städte und Gemeinden bei der Ausholzung des Schilderwaldes zu unterstützen. Neben Hallein konnten auch in Eisenstadt, Wien, Linz, Graz und Wiener Neustadt Projekte initiiert werden.Die Zustimmung der Bevölkerung ist übrigens immer sehr groß. Und der Erfolg gibt den Initiatoren Recht. Auch in Hallein hat es seit der Schilder-Reduzierung weder mehr Unfälle noch mehr Strafzettel gegeben. Denn, an den Verkehrsregeln hat sich nichts geändert, nur die unnötigen Schilder sind von der Bildfläche verschwunden.

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