Volkshilfe zur EU-Wahl: Für ein soziales Europa

Umfassende Mindestsicherungssysteme gefordert

Wien (OTS) - Anlässlich der bevorstehenden EU-Wahl Woche bekräftigt die Volkshilfe Österreich ihre Forderung nach einem sozialen Europa und einer Politik, die nachhaltig aus der Armut führt.

78 Millionen Menschen, das sind 16 % der europäischen Bevölkerung leben unter der Armutsgefährdungsschwelle. In allen Mitgliedstaaten ist ein Teil der Bevölkerung von Ausgrenzung und Benachteiligungen betroffen. Oft haben diese Personen nur eingeschränkten Zugang zu Dienstleistungen wie Gesundheitsvorsorge oder Bildung. Zunehmend schützt auch Arbeit nicht mehr vor Armut. "Und in Zeiten der Finanzkrise, wo Arbeitsplätze akut bedroht sind, wird sich die Situation noch verschärfen, vor allem für jene, die immer schon am Rande der Gesellschaft gelebt haben", betont Mag. (FH) Erich Fenninger, Bundesgeschäftsführer der Volkshilfe Österreich, die Notwendigkeit einer gemeinsamen europäischen Anstrengung. "Viele Menschen sind von den EU-Institutionen enttäuscht, doch in vielen Bereichen wie der Gleichstellungspolitik oder auch der Asylpolitik können von der EU entscheidende Impulse ausgehen. Darum ist es wichtig, wählen zu gehen und sich für ein soziales Europa der Menschen stark zu machen, für ein solidarisches und gerechteres Europa", so Fenninger weiter.

Umfassende Mindestsicherungssysteme sind ein wichtiger Schritt zur Armutsbekämpfung. Das europäische Armutsnetzwerk EAPN, in dem auch die Volkshilfe durch die österreichische Armutskonferenz vertreten ist, hat eine Unterschriftenkampagne zur europaweiten Einführung von wirksamen Mindestsicherungssystemen gestartet. "Wir müssen auf allen Ebenen mehr Druck machen, um dem Europa der Konzerne ein Europa der Menschen entgegenzusetzen. Das muss die Lehre aus der Finanzkrise sein" so Fenninger abschließend.
Mehr Informationen unter www.adequateincome.eu

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