Österreichische Industrieplattform ARTEMIS AUSTRIA gegründet

ARTEMIS AUSTRIA strebt Vorreiterrolle in der industriellen Embedded-Systems-Forschung an

Wien (BMVIT) - Wien (BMVIT) Mit der Gründung des Europäischen Unternehmens ARTEMIS im Jahr 2007 hat Europa seine globale Führungsrolle in einem wichtigen technologischen Zukunftsgebiet ausgebaut. ARTEMIS, ein nach dem Private-Public-Partnership-Modell geschaffenes Unternehmen mit Sitz in Brüssel, wird von 22 europäischen Mitgliedstaaten, der Europäischen Kommission und der Industrie sowohl finanziert als auch verwaltet und wird bis zum Jahr 2013 rund 2,5 bis 3 Mrd. Euro in europäische F&E-Projekte im Bereich Embedded Systems investieren. Zur Stärkung der österreichischen Technologie-Exzellenz haben sich nun auf Initiative des BMVIT führende österreichische Unternehmen und Forschungsinstitute zur Industrieplattform "ARTEMIS AUSTRIA" zusammengeschlossen. ****

Mitglieder des Beirats der Plattform sind das BMVIT, AVL, TTTech, Siemens, Infineon, eutema sowie auf Forschungsseite ARCS, die Universität Salzburg, die TU Wien und die Johannes Kepler Universität Linz.

Embedded Systems, sogenannte eingebettete IT-Systeme, sind - im Gegensatz zu herkömmlichen Computern - kleine, hocheffiziente Rechner mit bestimmter, eingeschränkter Funktionalität. Sie sind in einem System integriert (eingebettet) und übernehmen dort vor allem steuernde oder überwachende Aufgaben. Sie verschaffen Objekten damit "Intelligenz" und sind mittlerweile ein wesentlicher wertsteigernder Bestandteil von Kommunikationsgeräten, Fahrzeugen, Flugzeugen, medizinischen Geräten oder Maschinen und Industrieanlagen.

Österreich zählt in diesem Technologiebereich seit Jahren zu den führenden Ländern in Europa und hat den Aufbau des Europäischen Unternehmens ARTEMIS auf politischer Ebene stark unterstützt. Aus diesem Grund hat das BMVIT in den ersten Betriebsjahren von ARTEMIS mit rund 8 Mill. Euro österreichische Projekte finanziert und damit 4,4 Mill. Euro europäische Zusatzmittel eingeworben.

"Embedded Systems sind ein Schulbeispiel dafür, wie wir in Österreich von einer Strategie der Nachahmung und des Aufholen zu einer Frontrunner-Strategie gelangen können. Wenn es gelingt, durch eine nationale Industrie- und Forschungsallianz europäische Themenführerschaft zu übernehmen oder zur Vertiefung der Wertschöpfungskette am Standort beizutragen, dann ist es auch möglich, dass österreichische Unternehmen eine Marktdominanz in Nischen erlangen", sagt Michael Wiesmüller vom BMVIT, Vertreter im Verwaltungsrat des europäischen Unternehmens.

Vorlage für das Konzept ist die europäische ARTEMIS Industry Association, welche Unternehmen und Institute vertritt, die Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet der Embedded Systems betreiben. "Die starke Embedded-Systems-Industrie Österreichs soll durch ARTEMIS AUSTRIA noch besser als bisher sichtbar werden und einen gemeinsamen Auftritt im In- und Ausland sicherstellen", erläutert Josef Affenzeller von AVL.

"ARTEMIS AUSTRIA wird eine wichtige Wissensplattform für den Bereich Embedded Systems werden", sind sich Edeltraud Stiftinger von Siemens Österreich und Prof. Pree von der Universität Salzburg einig. "Forschung im Bereich Embedded Systems berührt das tägliche Leben. Embedded Systems steuern Handy oder MP3 Player, Waschmaschine, Auto oder die Ariane-Rakete", so Pree, "deshalb ist es wichtig, dass diese Geräte sicher in der Anwendung sind, korrekt funktionieren und trotzdem kostengünstig entwickelt werden können. Die Erfüllung dieser typischen Anforderungen für Embedded Systems ist heute eine der größten Herausforderungen der IT-Forschung überhaupt und eine starke Motivation für die Mitglieder von ARTEMIS AUSTRIA, bei Forschung und Entwicklung zusammenzuarbeiten."

Wichtige weitere Ziele der Plattform sind ein verbesserter Technologietransfer im Bereich Embedded Systems, d.h. die schnelle Überführung von Forschungsergebnissen in den Markt, aber auch eine stärkere Beteiligung der österreichischen Industrie an den Aktivitäten im Rahmen von ARTEMIS auf europäischer Ebene. Die Plattform arbeitet eng mit der Industriellenvereinigung und der FFG zusammen und präsentiert sich offen für weitere Mitglieder.

Kontakt zur Plattform:
ARTEMIS AUSTRIA
www.artemis-austria.net
E-Mail: office@artemis-austria.net
c/o eutema Technology Management GmbH
Markus Kommenda
Tel: 01 524 53 16
Dr.-Karl-Lueger-Ring 10, 1010 Wien

(Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Susanna Enk, Pressesprecherin
Telefon: +43 (0) 1 711 6265-8121
Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NVM0001