Neues Volksblatt: "Ärgernis" (von Markus Ebert)

Ausgabe vom 4. Juni 2009

Linz (OTS) - Im Vergleich zum Mai 2008 stieg die Arbeitslosigkeit
in OÖ im Mai 2009 um 61,1 Prozent. Lässt man diese Zahl unkommentiert so stehen, hat sie unbestritten etwas sehr Dramatisches. Umso wichtiger ist es, die gestiegene Arbeitslosigkeit in Relation zu anderen Zahlen zu bringen. Denn der hohe Anstieg in OÖ erfolgt von einem sehr niedrigen Niveau aus - weshalb OÖ nunmehr bei einer Arbeitslosenrate von 4,3 Prozent hält. Damit liegen wir 2,3 Prozentpunkte unter dem Österreich-Schnitt, und damit hat OÖ auch die niedrigste Arbeitslosenrate aller Bundesländer.
Weil aber selbstverständlich jeder Arbeitslose einer zuviel ist, unternimmt die Politik alles, um Beschäftigung zu schaffen und zu erhalten. Wenn ein Konjunkturpaket geschnürt werden konnte, das Investitionen von 1,4 Milliarden Euro auslöst und damit 16.000 Jobs schafft oder sichert, dann nur deswegen, weil im Land unter LH Josef Pühringer sorgfältig gewirtschaftet wird. Bei den Landesfinanzen wird jeder Euro zweimal umgedreht, ehe er ausgegeben wird, was nun in der Krise ein großer Vorteil ist. Umso mehr ist es ein Ärgernis, wenn -wie beim Kassenpaket - gutes Geld aus OÖ zum Fenster hinausgeworfen wird. Dagegen muss man sich wehren, das gebietet die Vernunft.

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