Marek: Frauen in der Wirtschaft fördern - optimale Rahmenbedingungen schaffen

Staatssekretärin bei Eröffnung des ÖGB-Bundesfrauenkongresses

Wien (BMWFJ/OTS) - "Es gibt immer noch zu wenige Frauen in der Wirtschaft, daher müssen wir Frauen auf allen Ebenen fördern und optimale Rahmenbedingungen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf schaffen", erklärte Christine Marek, Staatssekretärin im Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend, heute, Mittwoch, bei der Eröffnung des ÖGB-Bundesfrauenkongresses. Vor allem in Spitzenpositionen gebe es immer noch zu wenige Frauen, das Management sei insgesamt nach wie vor männlich dominiert.

Der Österreichische Gewerkschaftsbund mit den Teilgewerkschaften habe hier durchaus Nachholbedarf, so Marek: Alle neuen Gewerkschaften hätten einen männlichen Vorsitz, in den Landesorganisationen stünden acht Männer und nur eine Frau an der Spitze, im ÖGB-Vorstand seien zwölf Männer und sieben Frauen zu finden.

Die Statistik zeige zwar Fortschritte dank sehr guter Ausbildung, wachsender Erfahrung und kontinuierlichen Erwerbsverhaltens - alles Grundsteine für eine erfolgreiche Karriere -, aber das Ziel sei noch nicht erreicht, fuhr Marek fort. Frauen kämen inzwischen relativ rasch bis in mittlere Führungsebenen, darüber werde aber dann die Luft recht dünn. Einen Grund dafür sieht die Staatssekretärin darin, dass Frauen oft aufgrund von Kinderbetreuungspflichten längere Zeit weg vom Arbeitsmarkt sind. Daher seien ihr Maßnahmen zur Förderung von Frauen in Spitzenpositionen ein großes Anliegen. "Denn auf Frauen verzichten, heißt Geld vernichten!", betonte Marek.

Es gehe daher darum, optimale Voraussetzungen zu schaffen, damit eine echte Vereinbarkeit von Familie und Beruf möglich sei, führte Marek weiter aus. So sei zum Beispiel die Flexibilisierung des Kinderbetreuungsgeldes ein wichtiger Schritt, der besser qualifizierten Frauen und Männern wieder mehr Mut zum Kind macht. Dadurch sinke das Familieneinkommen nach der Geburt eines Kindes nicht so drastisch, weil ja der Einkommenswegfall aufgefangen werde. Das sei auch sozial treffsicher, entspreche den modernen Lebensentwürfen junger Paare und sei eine echte Alternative für Eltern, die Kinder und Beruf wollen.

Durch intensive Zusammenarbeit auf allen Ebenen und in allen Organisationen wird es uns gelingen, das Ziel der vollständigen Gleichstellung von Frau und Mann in der Arbeitswelt und des konsequenten Schließens der ungerechten Einkommensschere zu erreichen", sagte Staatssekretärin Marek, die abschließend auch den beiden scheidenden Frauenvorsitzenden Renate Csörgits und Christine Gubitzer für die ausgezeichnete langjährige Zusammenarbeit dankte.

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