IT-Branche: Neue Arbeitskräfte gewinnt man nicht durch Stillstand im Kollektivvertrag

Demonstration vor der WKÖ geht in die fünfte Woche

Wien (GPA-djp) - "Wenn der Chefverhandler der Arbeitgeber in der IT-Branche Wilfried Seyruck wiederholt den Mangel an qualifizierten Arbeitskräften für die IT-Branche beklagt, so steht dieser Befund im krassen Widerspruch zu seiner Haltung bei den seit Monaten stagnierenden KV-Verhandlungen für die Beschäftigten dieser Branche. Anstatt endlich die Tür für einen modernen und zukunftsweisenden Kollektivvertrag mit echten IST-Gehaltserhöhungen zu öffnen, blockiert Seyruck seit Monaten eine sinnvolle Lösung", erklärt der stv. Bundesgeschäftsführer der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp), Karl Proyer. .++++

"Das Faktum, dass die Branche dringend Arbeitskräfte sucht, bestätigt, dass die betroffenen Unternehmen offenbar nicht zu den Verlierern der Wirtschaftskrise zählen. Gerade dem IT-Sektor kommt bei der Bewältigung der Krise und dem Wiedererlangen wirtschaftlicher Dynamik eine zentrale Rolle zu. Das Argument, man könne sich eine tatsächliche kollektivvertragliche IST-Gehaltserhöhung nicht leisten, geht ins Leere. Vielmehr wird man qualifizierte und motivierte MitarbeiterInnen nur dann gewinnen, wenn man ihnen die Vorteile eines modernen Kollektivvertragssystems angedeihen lässt", so Proyer.

Die Kundgebung der GPA-djp vor der Wirtschaftskammer in der Wiedner Hauptstraße geht inzwischen in die fünfte Woche.

Live-Berichtersattung über die Kundgebung unter www.gpa-djp.at/it.

ÖGB, 3. Juni 2009 Nr. 342

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