Foglar: Brauchen weiterhin starke Frauenarbeit im ÖGB

16. ÖGB-Frauenkongress heute in der Messe Wien eröffnet

Wien (ÖGB) - "Es gibt noch genug zu tun für die Gleichstellung von Frauen, wir brauchen daher auch weiterhin starke Frauenarbeit im ÖGB", sagte der geschäftsführende ÖGB-Präsident Erich Foglar in seinem Eröffnungsstatement beim 16. ÖGB-Frauenkongress heute Vormittag in Wien. Foglar ging sowohl auf die politischen Erfolge für Frauen ein, als auch auf die Veränderungen innerhalb des ÖGB. ++++

Die Flexibilisierung des Kinderbetreuungsgeldes mit nun drei Bezugsvarianten und der Anhebung der Zuverdienstgrenze mit Jänner 2008 sei eine wesentliche Forderung des ÖGB, und vor allem der Frauenorganisation gewesen, so Foglar. Als große Erfolge bezeichnete Foglar die Einführung des Mehrarbeitszuschlags für Teilzeitbeschäftigte mit Jänner 2008 oder die Umsetzung von 1.000 Euro Mindestlohn. "Die Frauenbewegung kann auch mit Stolz auf das zurückblicken, was sie erreicht hat."

Foglar ging auch auf die Veränderungen innerhalb des ÖGB ein, die es seit dem vorigen Bundeskongress im Jänner 2007 gegeben habe: "Auch im ÖGB waren wir alles andere als untätig. Wir haben im Jänner 2007 im ÖGB Quoten eingeführt, um die Repräsentanz von Frauen zu verstärken, wir werden beim Bundeskongress das Verhältnis im ÖGB Vorstand zugunsten der Frauen noch verbessern. Wir haben im Juli 2008 im ÖGB ein Vätermonat für alle beschäftigten Väter eingeführt und werden ab Jänner 2010 die volle Karenzanrechnung für alle Eltern im ÖGB einführen."

Gleichstellungspolitik sei ein zentrales Thema der gesamten Gewerkschaftsbewegung, sagte Foglar. "Es gibt noch genug zu tun, wir brauchen daher auch weiterhin starke Frauenarbeit im ÖGB." Auch auf Sozialpartnerebene würde man den Anliegen von Frauen den richtigen Stellenwert geben. Foglar: "Die Sozialpartner-Einigung zur Chancengleichheit diente der Bundesregierung als Basis für den Nationalen Aktionsplan für Gleichstellung, den wir dringend vom Papier in die Wirklichkeit holen müssen."

Der ÖGB Frauenkongress wird mit einem Referat von Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek, der Wahl des neuen Frauenpräsidiums und dem Beschluss des Grundsatzprogrammes fortgesetzt.

ÖGB, 3. Juni 2009 Nr. 340

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