EU-Wahl: Pax Christi für "Unterscheidung der Geister"

Katholische Friedensbewegung ruft zur Teilnahme an Wahl auf -Plädoyer für ein "friedliches und soziales, ökologisches und fremdenfreundliches Europa"

Linz, 03.06.2009 (KAP) Die internationale katholische Friedensbewegung "Pax Christi" ruft zur aktiven Ausübung des Wahlrechts angesichts der anstehenden EU-Wahlen auf. Die Katholikinnen und Katholiken seien aufgerufen, dieses Recht verantwortungsvoll und auf der Basis einer ausgewogenen Meinungsbildung und einer "Unterscheidung der Geister" wahrzunehmen, heißt es in einer Presseaussendung der österreichischen Sektion von "Pax Christi" vom Mittwoch.

Es gelte die Aussagen und Angebote aller wahlwerbenden Parteien "im Licht der befreienden und menschenfreundlichen Botschaft Jesu einer gewissenhaften Prüfung zu unterziehen", ebenso deren Engagement für ein "friedliches und soziales, ökologisches und fremdenfreundliches Europa". Maßstab müssten dabei die Wahrung der Menschenrechte, der Respekt vor den Überzeugungen Andersgläubiger sowie das Bekenntnis zu einer Option für die Notleidenden und Ausgegrenzten sein, heißt es weiter.

Protest gegen "FPÖ-Hetze"

Mit Blick auf den bisherigen EU-Wahlkampf in Österreich protestierte "Pax Christi" außerdem gegen die "vor allem von der FPÖ betriebene Hetze" gegen Flüchtlinge, Asylwerber, Ausländer und Menschen muslimischen und jüdischen Glaubens. Unter Berufung auf ein "wehrhaftes Christentum" würden Spitzenfunktionäre dieser Partei gegen Ausländer und Andersgläubige polemisieren. Diese Demagogie sei zudem "unter missbräuchlicher, ja blasphemischer Verwendung des Kreuzessymbols vorgebracht" worden.

Unter Berufung auf Kardinal Christoph Schönborn betonte "Pax Christi" demgegenüber, dass "gerade in unserer Zeit, in der menschenverachtendes Gedankengut oder Gedankenungut sich wieder ausbreitet, das Zeichen des Kreuzes als das Zeichen der Versöhnung, der Sühne, der Feindesliebe anzusehen" sei. Das Kreuz dürfe als "Zeichen einer alle Menschen annehmenden Liebe" nicht als Kampfsymbol gegen andere Religionen missbraucht werden.

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