Arbeitsgespräch von LH Pröll mit Bundesminister Hundstorfer

Maßnahmen für den Arbeitsmarkt im Mittelpunkt

St. Pölten (NLK) - Die allgemeine wirtschaftliche Situation und
die Konsequenzen für den Arbeitsmarkt standen heute im Mittelpunkt eines Arbeitsgespräches von Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll mit Bundesminister Rudolf Hundstorfer, das heute im Zuge eines offiziellen Antrittsbesuches des Ministers im St. Pöltener Landhaus stattfand.

Die Arbeitsmarktstatistik für den Mai 2009 zeige, dass die allgemeinen wirtschaftlichen Turbulenzen auch an Niederösterreich nicht spurlos vorübergingen. Rund 37.500 Arbeitslose habe es im Mai in Niederösterreich gegeben, das entspricht im Vergleich zum Vorjahr einer Steigerung von mehr als 30 Prozent. Gleichzeitig sei im Vergleich mit dem Vormonat April 2009 bereits wieder ein Rückgang von 5,7 Prozent zu vermerken.

Auch wenn man im Vergleich mit anderen Bundesländern "noch relativ gut davongekommen" sei, sei es nun wichtig, die "gegebene Situation objektiv zu beurteilen", so Landeshauptmann Pröll. Für positive Signale am Arbeitsmarkt sei es notwendig, auf mehreren Ebenen anzusetzen, berichtete der Landeshauptmann über sechs Maßnahmen des Landes Niederösterreich. So sei das Lehrlingsauffangnetz von 1.200 auf 1.500 Plätze aufgestockt und dafür rund 20 Millionen Euro bereitgestellt worden, auch die Initiative "start up" sei von 600 auf 900 Plätze erhöht worden. Die Aktion "Bildungskarenz plus" könne auf 180 Anträge verweisen, bei der Bildungsförderung für Über-50-Jährige seien es 200 Ansuchen. "Die Arbeitnehmer-Hotline hat innerhalb weniger Monate bereits rund 6.000 Anrufe registriert", informierte Pröll weiters.

Für mittelfristige Impulse am Arbeitsmarkt werde auch die Kindergartenoffensive sorgen, dadurch würden etwa 1.200 Arbeitsplätze entstehen. Der Landeshauptmann: "Auch in der jetzigen Situation werden wir unser Ziel nicht aus dem Auge verlieren, Niederösterreich zur sozialen Modellregion zu machen."

"Unsere Konjunkturbelebungsprogramme greifen", berichtete Bundesminister Hundstorfer in seiner Stellungnahme. So sei im Mai die Arbeitslosenquote von 7,1 auf 6,6 Prozent gesunken, damit gebe es nun schon das zweite Monat in Folge eine sinkende Arbeitslosenquote. Eine "spezielle Sorgengruppe" sei diejenige der 19- bis 24-Jährigen, die "hoch qualifizierte FH-Absolventen" genauso umfasse wie den "jugendlichen Hilfsarbeiter". Im Mai seien 19.000 Personen aus dieser Gruppe in neue Jobs vermittelt worden. "Wir sind hier gut unterwegs", so Hundstorfer. Es werde jetzt "weitere Überlegungen vor allem für junge Menschen" geben.

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