AKNÖ-Haneder: Arbeitnehmer sollen in Europa mitbestimmen

Design. AKNÖ-Präsident ruft zur Teilnahme an EU-Wahl auf

Wien (AKNÖ) - "Als Betriebsrat eines internationalen Konzerns weiß ich, wovon ich rede, wenn ich sage, die EU ist längst fixer Bestandteil unseres Arbeitsalltages geworden - mit all ihren Vor-aber auch Nachteilen", erklärt der designierte Präsident der AK Niederösterreich, Hermann Haneder anlässlich der bevorstehenden Wahl zum Europäischen Parlament am 7. Juni. "Und wenn unser Arbeitsleben längst schon von europäischen Regelungen mitbestimmt wird, dann ist es umso wichtiger, dass wir Arbeitnehmer in Europa mitbestimmen", ruft Haneder eindringlich zur Teilnahme an der EU Wahl am Sonntag auf.
Es sei nicht klug, sein Stimmrecht verfallen zu lassen, erklärt der designierte AKNÖ-Präsident: "Damit vergibt man doch erst recht jede Chance, dass sich in Brüssel etwas ändert". Daher appelliere er gerade an die niederösterreichischen Beschäftigten, sich die Möglichkeit nicht nehmen zu lassen, den Brüsseler Kurs stärker mitzubestimmen. "Wer will, dass die EU mehr für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer leistet, der kann das nur mit seiner Stimmabgabe deutlich machen, wer nicht wählt, wird auch nicht gehört", sagt Haneder.

AKNÖ zieht Bilanz ihrer Veranstaltungsserie "Europa diskutieren"

Der designierte Präsident Haneder zieht wenige Tage vor der EU-Wahl auch Bilanz über die Aktivitäten der AKNÖ zur EU-Wahl. Insgesamt hat AKNÖ-EU-Referent Alfred Gusenbauer seit März über 30 Informations-und Diskussionsveranstaltungen mit über 2.000 SchülerInnen, Lehrlingen und Betriebsräten abgehalten. Von der vielzitierten EU-Verdrossenheit war bei der Veranstaltungsserie "Europa diskutieren" wenig zu bemerken, es wurde äußerst lebhaft diskutiert. Gerade die ErstwählerInnen, Lehrlinge und SchülerInnen haben sich kritisch aber interessiert mit der EU auseinandergesetzt. "Geht es nach diesen engagierten jungen Niederösterreicherinnen müssten wir bei der EU-Wahlbeteiligung eine positive Überraschung erleben", zieht Haneder Bilanz. Bei den Gesprächsrunden mit den Betriebsrätinnen und Betriebsräten prägte verständlicherweise die Wirtschaftskrise das Veranstaltungsklima. "Die Ursachen für diese Finanzkrise waren und sind internationale Fehlentwicklungen, daher sprechen die Betriebsräte zur Krisenbewältigung richtigerweise auch der EU internationale Lösungskompetenz zu", fasst Haneder die Stimmung unter den betrieblichen InteressenvertreterInnen zusammen. Dennoch überwiege bei vielen die Skepsis, ob es auch tatsächlich zu einer Kehrtwende in der Finanzpolitik komme. "Die Menschen haben leider das Gefühl, dass sie die Krise ausbaden müssen, die sie nicht verschuldet haben. Und da sehe ich viel Handlungsbedarf - in St. Pölten, in Wien und in Brüssel, damit die Menschen wieder mehr Vertrauen in das Projekt Europa bekommen".

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