AK Umfrage: Kinderbetreuung in den Ferien belastet die Eltern

Schwierig für die Hälfte der Wiener Eltern - AK schlägt Ferienbetreuung in den Schulen vor

Wien (OTS) - Berufstätige Eltern brauchen Unterstützung bei der Betreuung von Schulkindern in den Ferien, zeigt eine Umfrage der Arbeiterkammer in Wien: Schwierigkeiten, die Kinderbetreuung in den Sommerferien zu organisieren, hat in Wien mehr als die Hälfte der Eltern von Volksschulkindern und fast die Hälfte der Eltern von Kindern in der Hauptschule und der Unterstufe der Gymnasien. Überdies kommt für viele teilzeitbeschäftigte Mütter wegen der Schwierigkeiten bei der Kinderbetreuung Vollzeit nicht in Frage. Als Lösung kann sich die Mehrheit der Eltern leistbare Feriencamps und Ferienbetreuung in der Schule vorstellen, wobei es bei Bedarf auch Nachhilfe geben soll. Die Arbeiterkammer unterstützt die Wünsche der Eltern. AK Präsident Herbert Tumpel: "In den Ferien soll es bestmögliche Förderung für die Kinder geben, und Beruf und Familie müssen vereinbar sein."

"Wie schwierig war es für Sie, in den letzten Sommerferien das Kind bzw die Kinder zu betreuen?", fragte das Meinungsforschungsinstitut Ifes in 400 Wiener Familien, wo beide Eltern berufstätig sind. Das Ergebnis: 56 Prozent der berufstätigen Eltern von Volksschulkindern und 48 Prozent der Eltern von Kindern in der Hauptschule oder im Gymnasium sagten, die Kinderbetreuung war für sie sehr, eher oder jedenfalls zu gewissen Zeiten schwierig. Organisiert wird die Kinderbetreuung zum Großteil in der Verwandtschaft: Hauptsächlich schauen in den Ferien die Großeltern auf die Kinder (Volksschule: 71 Prozent; Hauptschule/Gymnasium: 66 Prozent).

Die Kinderbetreuung in den Ferien ist sogar mit ein Grund, warum Teilzeitbeschäftigte, insbesondere Frauen, darauf verzichten, das Ausmaß ihrer Arbeitszeit zu erhöhen. Bei Vollzeitbeschäftigung wäre Kinderbetreuung in den Sommerferien für sie schwierig oder gar unmöglich: Das sagen 78 Prozent der teilzeitbeschäftigten Eltern von Volksschulkindern und 79 Prozent der teilzeitbeschäftigten Eltern von Kindern in Hauptschule/Gymnasium.

Zur Lösung wünschen sich die Eltern für die Kinder in den Ferien Förderung und Betreuungsangebote. Sie wollen vor allem Ferienbetreuung in der Schule, wobei es bei Bedarf auch Nachhilfe geben soll (54 Prozent sowohl in Volkschule als auch in Hauptschule/Gymnasium) und leistbare Feriencamps (Volksschule: 54 Prozent; Hauptschule/Gymnasium: 56 Prozent). Eine Möglichkeit sehen sie auch in Horten, die den ganzen Sommer offen haben (Volksschule:
39 Prozent; Hauptschule/Gymnasium: 25 Prozent).

Die Arbeiterkammer unterstützt die Wünsche der Eltern. Sie schlägt schulische Ferienbetreuung plus Nachhilfeangebote vor - insbesondere könnten dafür die Einrichtungen der Schulen und Horte genutzt werden. Die Betreuung in Feriencamps soll extra gefördert werden.

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