Prammer: Quoten für Frauen enorm hilfreich und notwendig

Wien (SK) - Nationalratspräsidentin Barbara Prammer betonte heute Dienstag, bei der 16. FSG-Bundesfrauenkonferenz in ihren Grußworten, dass es wichtig sei, sich für Quoten einzusetzen, denn die Minderheit von Frauen im Nationalrat und im Parlament kann nur durch die Einführung der Quotenregelung bekämpft werden. Prammer wolle weiters einen Versuch starten, gesetzliche Bestimmungen zu Stande zu bringen, um die Beteiligung von Frauen an Politik zu verstärken. Die Nationalratspräsidentin bekräftige ebenfalls, dass man mit Vehemenz gegen die Haltung von ÖVP und FPÖ auftreten müsse. ****

Prammer machte darauf aufmerksam, dass Quoten Frauen enorm weiterhelfen. Die Nationalratspräsidentin bekräftigte jedoch, dass auch 37 Prozent SPÖ-Frauen im Parlament, drei Prozent zu wenig seien. Die Reduktion der Beteiligung von Frauen an der Politik habe, laut Prammer, mehrere Ursachen. Einerseits machte Prammer die ÖVP mit ihrem Rückgang der Quote verantwortlich. Anderseits trage aber auch das Erstarken der rechten Parteien zum Rückzug der Frauen bei, da FPÖ oder BZÖ keine Frauen in der Politik haben wollen. "Man muss mit aller Vehemenz gegen diese beiden Parteien auftreten", so Prammer. Die Nationalratspräsidentin versuche nun, gesetzliche Bestimmungen zu schaffen um Frauen mehr Beteiligung an der Politik einzuräumen. Prammer erklärte, dass sie bereits mit allen GleichbehandlungsprecherInnen des Nationalrates gesprochen und für Oktober eine Frauenenquete im Parlament vereinbart habe.

Die Nationalratspräsidentin betonte ferner, dass gerade in Zeiten der Wirtschaftskrise Frauen nicht vergessen werden dürfen. "Es müssen folglich alle Anstrengungen unternommen werden, um aus der Krise so unbeschadet wie möglich hervorzugehen", so Prammer. Dafür zu sorgen, sei laut Prammer, die Aufgabe der Politik, der Bundesregierung, des Nationalrates, der Länder und der Kommunen. Prammer stellte ebenfalls klar, dass man Frauen eine Perspektive ausstellen müsse, was Ausbildung und Bezahlung betrifft, aber auch eine Realisierung eines selbstbestimmten, eigenständigen Lebens.

Abschließend bekräftigte die Bundesfrauenvorsitzende, dass ein Dialog und ständiger Austausch erforderlich seien, um Weiterentwicklungen zu ermöglichen und Politik nicht vorbei an den Bedürfnissen von Frauen zu gestalten. (Schluss) ab

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