Ferialjob - arbeiten für ein Taschengeld?

Sozialversicherung für Volontär bis Ferialarbeiter

St. Pölten (OTS) - "Hurra Ferien" heißt’s für die einen. "Das erste selbstverdiente Geld" für die anderen - jene Schüler oder Studenten, die im Sommer einen Ferialjob machen. Gerade die jüngsten "Arbeiter" (und auch deren Eltern) wissen kaum, was das sozialversicherungsrechtlich bedeutet: Was ist mit der Krankenversicherung? Gibt es anrechenbare Pensionszeiten? Muss man etwas an die Krankenkassen melden?
Dazu ist vor allem klar zu stellen: Ferialjob ist nicht Ferialjob! Einerseits gibt’s die Ferialpraktikanten, also Schüler (z. B. HTL oder HLA) oder Studenten, die eine für die Ausbildung notwendige Tätigkeit verrichten - im Vordergrund steht allerdings das Ausbildungsziel. Ein Dienstverhältnis - und die damit verbundene Pflichtversicherung - kann, muss aber nicht entstehen: Bekommt der Praktikant ein "Taschengeld" über der Geringfügigkeitsgrenze (357,75 EUR), ist er vollversichert. Ausnahme ist das Gastgewerbe, wo das Praktikum immer ein Dienstverhältnis begründet!

Anders sieht es aus, wenn Schüler und Studenten in den Ferien ihr Taschengeld kräftig auffetten wollen, nämlich als Ferialarbeiter oder -angestellter. In diesem Fall besteht Anspruch auf kollektivvertragliche Entlohnung sowie arbeitsrechtlich auf Sonderzahlungen, Urlaub und Entgeltfortzahlung im Krankenstand. Ferialarbeiter sind sozialversichert, die Anmeldung bei der Gebietskrankenkasse obliegt dem Dienstgeber. Der Ferialarbeiter ist nicht nur kranken- und unfallversichert, die Zeit ist auch für die Pension anrechenbar.

Für Fragen zum Versicherungsschutz bei Ferialjob steht Ihnen das NÖDIS-Telefonservice der NÖGKK unter 050899/7100 zur Verfügung. Infos gibt es auch unter www.noegkk.at.

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NÖ Gebietskrankenkasse
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