Fürnsinn: "Europa braucht ethische Leitwährung Christentum"

St. Pölten, 02.06.2009 (KAP) Der Herzogenburger Propst Maximilian Fürnsinn hat zur Besinnung auf die großen religiösen Traditionen Europas aufgerufen. "Wir brauchen auch das Christentum, um die ethischen und moralischen Grundlagen Europas zu sichern", betonte Fürnsinn in einem Kommentar in der aktuellen Ausgabe der "Niederösterreichischen Nachrichten" (NÖN). Die "ethische Leitwährung des Christentums" habe zu einer "Zivilisation geführt, in der der Mensch vor dem Sachwert, die Ethik vor der Technik, das Sein vor dem Haben und das Erbarmen vor der Gerechtigkeit kommt".

Im aktuellen EU-Wahlkampf vermisst der Herzogenburger Propst grundsätzliche Fragen und Themen, was angesichts der Orientierungskrise, in der Europa stecke, "schade" sei. Europas Position in der Welt werde schwächer, sein inneres Wertesystem werde durchlässiger und das typisch "Europäische" gehe verloren, warnte der Prälat. Von Europa gingen zudem nur wenige innovative politische und kulturelle Impulse aus.

Die EU habe bisher zuwenig registriert, dass in der Welt Religion an wachsendem Einfluss gewinne. Es gelte, die große religiöse Tradition wiederzufinden, sonst werde Europa in dieser Hinsicht "ein Kontinent, der nachhinkt".

Das Christentum habe mit seinem "Kerngebot der Nächstenliebe" im europäischen Raum für eine "Hausordnung der Liebe und der Solidarität" gesorgt, betonte Fürnsinn. Im Sinn des großen katholischen Historikers Friedrich Heer müssten sich die Christen daher auch entschlossen auf dem Bauplatz Europa engagieren.

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