MKV: Ethik nur für jene, die keinen Religionsunterricht haben

Pfingsttreffen des Mittelschüler-Kartellverbands in Wien -- Festmesse mit Kardinal Schönborn - Helmut Kukacka neuer MKV-Vorsitzender - Einsatz gegen Extremismus und Antisemitismus wird Schwerpunkt der Verbandsarbeit

Wien, 02.06.2009 (KAP) Für die Einführung eines Pflichtfaches Ethik nur für jene Schülerinnen und Schüler, die keinen Religionsunterricht besuchen, hat sich der katholische Mittelschüler-Kartellverband (MKV) bei seiner Jahrestagung zu Pfingsten in Wien ausgesprochen. "Wir fordern die Einführung des Pflichtfaches Ethik für alle, die sich vom Religionsunterricht abgemeldet haben", betonte der neu gewählte MKV-Vorsitzende, der frühere Staatssekretär Helmut Kukacka, bei einem Festkommers im Wiener Rathhaus.

Zu dem Jahrestreffen unter dem Motto "Vielfalt statt Einfalt" waren von Freitag bis Montag rund 2.000 Mittelschüler aus ganz Österreich und den Nachbarländern in Wien zusammengetroffen. Ein Höhepunkt war der Festgottesdienst mit Kardinal Christoph Schönborn in der Augustinerkirche. Der Wiener Erzbischof brachte dabei seine Freude über die starke Präsenz dieser katholischen Jugendorganisation zum Ausdruck.

Der MKV ist mit rund 20.000 Mitgliedern der größte Schüler-und Absolventenverband Österreichs. Im MKV sind mehr als 160 katholische farbentragende Mittelschülerverbindungen zusammengeschlossen.

Helmut Kukacka betonte nach seiner Wahl, der MKV schließe sich den Forderungen der Regierungsparteien im Hinblick auf die Causa Graf an: Es gehe darum, den jungen Menschen verstärkt die Haltungen von Toleranz und Respekt zu vermitteln, damit sie "jede Art von Extremismus und Antisemitismus zurückzuweisen". Der MKV werde dieses Thema zu einem Schwerpunkt seiner Verbandsarbeit machen.

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