30 Jahre Österreichisches Blasmusikfest in Wien

Zilk bekam eigenen Marsch, seit 1980 über 900 verschiedene Musikkapellen vertreten

Wien (OTS) - Eines der traditionsreichsten Musikfeste in Wien
feiert im Juni 30-jähriges Jubiläum. Das österreichische Blasmusikfest blickt damit auf eine lange Geschichte zurück:
Initiator des 1. Österreichischen Blasmusikfestes war im Jahr 1980 der damalige Kulturstadtrat Dr. Helmut Zilk, der im Zuge des Ziehrerfestes des Blasmusikverbandes im Prater ein starkes Interesse der Wiener Bevölkerung erkannte und eine erste Umsetzung eines Blasmusik-Festes ins Leben rief. Mit Standkonzerten der teilnehmenden Gruppen in den Bezirken, einem Festzug aller Kapellen über die Wiener Ringstraße und einem gemeinsamen abschließenden Festkonzert wurde bereits damals der bis heute gültige Rahmen gefunden. 26 Musikkapellen aus den Bundesländern und zwei Kapellen aus Südtirol nahmen beim 1. Fest am 28. Juni 1980 teil - insgesamt etwa 1400 MusikerInnen. BesucherInnen wurden 35.000 gezählt. Ein beachtlicher Erfolg, der die Fortsetzung des Blasmusikfestes einläutete. Ein Engagement Zilks, das in weiterer Folge belohnt wurde: Zum zehnjährigen Jubiläum gab es eine eigene Ausstellung zum Thema sowie die Uraufführung des eigens für diesen Anlass komponierten "Dr. Helmut Zilk-Marsches". Komponiert wurde dieser übrigens von Prof. Hans Schadenbauer, der seit 1981 die Leitung des Festes innehat.

Immer mehr internationale Teilnehmer

1983 kam es dann zu einer ersten Internationalisierung bei den Teilnehmern, neben Dänemark kamen auch Gruppen aus Belgien und Luxemburg. 1984 nahm erstmals eine Gruppe hinter dem Eisernen Vorhang teil: die CSSR war mit dem "Dechový orchestr Jednotného kulturního strediska Ostroj" vertreten. Im Zuge der jährlichen Veranstaltung wurde immer auch auf weltpolitische Gegebenheiten eingegangen. 1995 stand zum Beispiel ganz im Zeichen der 40-Jahr-Feiern der Unterzeichnung des Staatsvertrages. Aus diesem Anlass wurden Vertreter der ehemaligen vier Alliierten-Mächte eingeladen. Den Festzug über die Ringstraße begleiteten, in Anlehnung an das historische Vorbild, die "Vier im Jeep": die Militärattaches von Russland, Frankreich, Großbritannien und den USA. Und 1998 wurden Vertreter von sechs EU-Beitrittskandidaten eingeladen: Estland, Polen, Slowenien, Tschechien, Ungarn und Zypern. 2003 schließlich fand - angesichts der bevorstehenden Osterweiterung der EU - ein eigenes Symposion mit Vertretern der Blasmusikverbände aus Nachbarländern statt.

Das Fest wächst weiter

In den ersten zehn Jahren, also bis 1991, hatte bereits ein Fünftel aller Blasmusikkapellen des Österreichischen Blasmusikverbandes teilgenommen. Insgesamt waren im Laufe der letzten 30 Jahre 909 verschiedene Musikkapellen mit mehr als 50.000 MusikerInnen beteiligt. Alleine 109 Blasmusik-Gruppen kamen aus dem Ausland nach Wien. Das diesjährige Jubiläum findet von 3. bis 6. Juni in Kooperation mit der Polizeimusik Wien statt, die ihrerseits ihr 100-jähriges Bestehen zu feiern hat.

o Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen im Jubiläumsjahr 2009 unter www.kultur.wien.at

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