Schatz zu Arbeitslosigkeit: Regierung tut zu wenig und das zu langsam

Schneckentempo der Regierung im Kampf gegen Arbeitslosigkeit inakzeptabel

Wien (OTS) - "Sozialminister Hundsdorfer verspricht und
vertröstet, statt energisch gegen die Arbeitslosigkeit zu kämpfen. Das geht alles zu langsam", kritisiert Birgit Schatz, ArbeitnehmerInnensprecherin der Grünen das bisherige Krisenmanagement der Regierung in Anbetracht der heute veröffentlichten Arbeitslosenzahlen. "Die Ausbildungsgarantie für Junge ist eine Seifenblase. Außer im Tourismus fehlt es nach wie vor massiv an Lehrstellen. Deshalb fordert BM Hundsdorfer nun mehr Flexibilität von den Jugendlichen und möchte sie alle ins Gastgewerbe transferieren. Das ist eine Zumutung und hilft vielleicht den Tourismusunternehmen und den Statistiken, sicher aber nicht den Jugendlichen. Die sitzen dann weit weg von zu Hause in einem ungeliebten Job. Das so etwas keine nachhaltige Lösung ist, ist doch offensichtlich", stellt Schatz fest.

Auch für die Gruppe der arbeitslosen 19-24 jährigen werde zu wenig getan. "Eine Stiftung für 2.000 Betroffene ist vielleicht ein erster Schritt, doch der hätte auch schon im Februar getan werden können. Jetzt würden wir schon die nächsten Maßnahmenpakete brauchen, aber es kommt ja nicht einmal ein Ausschusstermin (Arbeit & Soziales) zu Stande. Der letzte war im Februar und das am Höhepunkt der Krise. Dieses Schneckentempo ist inakzeptabel," führt Schatz weiter aus.

Völlig unveständlich ist für Schatz Hundsdorfers Verweigerung, den nun von Arbeitslosigkeit Betroffenen und ihren Familien finanziell entsprechend über die Runden zu helfen. "Mit 55% des letzten Einkommens an Arbeitslosengeld, kommt man nicht weit. Wenn etwa durch einen Hausbau auch keine Ersparnisse vorhanden sind, ist so eine Familie akut in größten Problemen. Eine Anhebung des Arbeitslosengeldes und der Notstandshilfe ist dringend notwendig. Diese Investition müssen wir uns leisten, sonst nehmen wir den Betroffenen und vor allem deren Kindern weitgehend die Chance aus dem Dilemma wieder heraus zu kommen", fordert Schatz.

Rückfragen & Kontakt:

Die Grünen, Tel.: +43-1 40110-6697, presse@gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FMB0002