"Kundenservice statt Zettelwirtschaft"

E-Wirtschaft warnt vor falschen Weichenstellungen im Energiesektor

Wien (OTS) - Österreichs E-Wirtschaft warnt vor falschen Weichenstellungen im Energiesektor. "Das EU-Klimapaket, das EU-Binnenmarktpaket und die anstehende Novellierung der Umweltverträglichkeitsprüfung erfordern einen klaren Kopf und strategisch richtige Entscheidungen, wenn dem Wirtschaftsstandort Österreich nicht inmitten der Wirtschaftskrise zusätzlicher Schaden zugefügt werden soll", erklärte Präsident des Verbands der Elektrizitätsunternehmen Österreichs (VEÖ), Wolfgang Anzengruber im Rahmen eines Pressegesprächs.

Die E-Wirtschaft bereitet sich intensiv auf die Aufgaben vor, die zu erfüllen sein werden, wenn das 3. Binnenmarktpaket der EU Gesetzeskraft erhält, so Anzengruber und VEÖ-Generalsekretärin Barbara Schmidt. Derzeit drohe aber die Gefahr, dass die entsprechenden österreichischen Regelungen in vielen Bereichen überhastet beschlossen würden, weit übers Ziel schießen und zu einer kostentreibenden Überbürokratisierung und Überregulierung führen. Die E-Wirtschaft lehnt die Regulierungswut ab und hat den Behörden praxisgerechte und konsumentenfreundliche Vorschläge unterbreitet, die auf jahrzehntelanger Erfahrung im Geschäft mit Millionen zufriedenen Stromkunden basieren. Schmidt: In Anbetracht der schweren Wirtschaftskrise gibt es keinen Grund für Gesetzesänderungen, die Kosten verursachen ohne Nutzen zu bringen. Zusätzlich bestehe die Gefahr, dass bei der Novellierung des Umweltverträglichkeitsprüfungsgesetzes die Chance versäumt werde, ein praktikables Gesetzesinstrument zu schaffen, das den Ausbau der erneuerbaren Energien unterstützt, wie er von der österreichischen Bevölkerung gefordert wird.

Verbessertes Kundenservice der E-Wirtschaft für Stromkonsumenten

VEÖ-Präsident Wolfgang Anzengruber kündigte für die kommenden Monate eine von der gesamten E-Wirtschaft getragene Umstellung der Stromrechungen für Haushaltskunden an: "Der VEÖ hat auf Basis der gültigen Gesetze unter Beiziehung von Experten der E-Wirtschaft und namhaften Juristen eine einheitliche Terminologie für die Stromrechnung und ein vereinheitlichtes Basislayout entwickeln lassen, das alle Anforderungen der Gesetze erfüllt. Alle Mitglieder des VEÖ haben sich bereit erklärt, in der Folge ihre Rechnungen an diesem Muster zu orientieren. Die meisten österreichischen Stromkunden werden daher ihre nächste Jahresabrechnung schon nach dem neuen Muster in Händen halten können", sagte der VEÖ-Präsident. Die neue Stromrechnung wird eine echte Vergleichbarkeit im ganzen Bundesgebiet ermöglichen.

Stromkunden wünschen keine getrennten Rechnungen

74 Prozent der österreichischen Stromkunden wünschen sich eine gemeinsame Rechnung von Netz und Energie. Nur acht Prozent sind dafür, dass sie in Zukunft zwei verschiedene Rechnungen erhalten. Das ergab eine Umfrage des Gallup-Instituts im Auftrag der E-Wirtschaft. Anzengruber: "Was die Kunden wollen, ist eine einzige Rechnung für leitungsgebundenen Energiebezüge, diese soll aber vergleichbar und möglichst verständlich sein. Eine getrennte Abrechnung von Netz und Energie lehnt die E-Wirtschaft daher ab. Das würde einen enormen Mehraufwand bei der Abrechnung erfordern. Die Folge wäre eine Überbürokratisierung, die nicht im Sinne der Konsumenten ist. Durch die im Entwurf des sogenannten Wettbewerbsbeschleunigungsgesetzes geforderte getrennte Abrechnung von Netz und Energie bei Strom und bei Gas drohe dagegen eine unübersichtliche und kostentreibende Rechnungsflut.

83 Prozent der Kunden der E-Wirtschaft zufrieden

83 Prozent der Stromkunden sind mit ihrer Stromgesellschaft entweder zufrieden oder sehr zufrieden. Unter 14 Branchen liegt die E-Wirtschaft mit diesem Ergebnis an drittbester Stelle hinter den Wasserversorgern und der Elektro/Elektronikindustrie. Hochzufrieden sind die Stromkunden auch mit der Versorgungssicherheit und der Serviceorientierung ihrer Stromgesellschaften.

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