FPÖ: Doppler: Bundesregierung muss Voraussetzungen für Beibehaltung der Milchquote schaffen!

"10.000 von insgesamt 40.000 österreichischen Landwirten stehen kurz vor der Schließung ihrer Betriebe aus wirtschaftlichen Gründen"

Wien (OTS) - Die beiden freiheitlichen Nationalratsabgeordneten Rupert Doppler und Harald Jannach brachten bei der letzten Budgetdebatte über das Thema Landwirtschaft einen Entschließungsantrag ein, in welchem die Beibehaltung einer ausgeglichenen Milchquotenregelung gefordert wurde. Diese Regelung sei für die Aufrechterhaltung der landwirtschaftlichen Struktur in Österreich unerlässlich.

"Zur Zeit sind etliche heimische Bauern gezwungen, ihre wertvollen Lebensmittel weit unter deren Wert zu verschleudern. Die europäische Milchwirtschaft befindet sich nicht nur in der Krise, sondern nimmt, wenn man sich diverse internationale Studien vor Augen führt, für die betroffenen Milchbauern existenzbedrohende Ausmaße an", so Doppler. Als Gründe dafür nannte er neben der momentanen Marktsituation -konkret die Überschwemmung des europäischen Milchmarktes - auch die fehlende Relation zwischen Angebot und Nachfrage. Weiters stellten die Absenkung des Lieferantenmilchpreises oder die ungerechte Verteilung von Fördermitteln gewichtige Gründe dar.

Mit der Erhöhung der Milchquoten sowie mit dem bevorstehenden Auslaufen der Milchquotenregelung 2015 werde der Druck auf den Milchpreis derart erhöht, dass die klein strukturierten landwirtschaftlichen Betriebe in Österreich niemals mit den großen Milchproduzenten Europas konkurrieren könnten. "Es ist daher damit zu rechnen, dass noch im Jahr 2009 bereits 10.000 von insgesamt 40.000 österreichischen Landwirten ihre Betriebe aus wirtschaftlichen Gründen schließen müssen. Die Bundesregierung ist gefordert, dem umgehend entgegen zu wirken und die Voraussetzungen für die Beibehaltung der Milchquote vor und nach 2015 zu schaffen, um das wirtschaftliche Überleben der österreichischen Landwirtschaft im Allgemeinen und jenes der österreichischen Milchbauern im Speziellen auf Dauer zu sichern," so Doppler abschließend.

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