AMS Wien: 11,4 Prozent mehr Arbeitslose im Mai

Weiterhin geringster Anstieg bundesweit

Wien (OTS) - Das AMS Wien verzeichnete im Mai einen Anstieg der Arbeitslosenzahlen gegenüber dem Vorjahr von 11,4 Prozent. Damit waren in Wien 68.073 Personen arbeitslos gemeldet, das sind um 6.975 mehr als vor einem Jahr. Dies ist allerdings der bei Weitem geringste Anstieg aller Bundesländer: In ganz Österreich stieg die Arbeitslosigkeit um 29,7 Prozent.
Auch diesmal waren in Wien Männer weit stärker vom Steigen der Arbeitslosigkeit betroffen als Frauen: Erhöhte sich diese bei letzteren um 5,1 Prozent oder 1.299 auf 26.942 Personen, so betrug das Plus bei den Männern 16 Prozent oder 5.676 Personen, womit insgesamt 41.131 Männer arbeitslos gemeldet waren. Die höchsten Anstiege verzeichneten die Metall- und Elektrobranche sowie die Büroberufe und der Handel. Neuerlich leicht gefallen ist die Zahl der Arbeitslosen im Gesundheitsbereich.
"Gemessen am Bundesdurchschnitt hält der Wiener Arbeitsmarkt dem Abschwung immer noch gut stand", resümiert AMS Wien Chefin Claudia Finster. Nach Altersgruppen getrennt, fällt das Bild uneinheitlich aus. Stieg die Arbeitslosigkeit bei den Jugendlichen bis 24 Jahre um 26,1 Prozent oder 2.047 Personen, so erhöhte sie sich in der Gruppe älter als 50 Jahre lediglich um 3,9 Prozent oder 531 Personen. Im Haupterwerbsalter (25 bis 49 Jahre) stieg die Arbeitslosigkeit und 11,1 Prozent.
Leicht abgeschwächt hat sich der Wiener Lehrstellenmarkt. Zum einen erhöhte sich die Zahl der Lehrstellen suchenden Jugendlichen um 29 auf 1.125 Personen, zum anderen fiel die Zahl der Stellenangebote um 87 auf 297. In Punkto neu gemeldete offene Stellen verzeichnete auch Wien einen Rückgang, und zwar um 16,4 Prozent. Immerhin gaben die Unternehmen im Mai 5.406 offene Stellen bekannt, insgesamt verfügt das AMS Wien derzeit über 6.611 Stellenangebote. Die höchsten Zugänge verzeichneten der Einzelhandel, die Gastronomie sowie die Leiharbeitsbranche.
Die Zahl der Schulungen hat das AMS Wien gegenüber dem Vorjahr erhöht: Derzeit besuchen 23.399 Personen Weiterbildungskurse, das sind um 22,2 Prozent mehr als im Mai 2008. Finster: "Es ist ein Gebot der Stunde, in Fortbildung zu investieren. Je höher die Qualifikation, desto größer die Chance, auf dem Arbeitsmarkt wieder Fuß zu fassen." Dementsprechend positiv hat sich die Dauer der Arbeitslosenvormerkung entwickelt: Diese sank von 102 auf 92 Tage gegenüber Mai 2009.
Unter der ausländischen Bevölkerung stieg die Arbeitslosigkeit um 17,3 Prozent; unter der inländischen Bevölkerung betrug das Plus 9,6 Prozent.
Wie schon in den vergangenen Monaten und Jahren konnte auch diesmal die Langzeitarbeitslosigkeit gesenkt werden: Nur noch 750 Personen waren Ende Mai länger als ein Jahr arbeitslos, damit um 445 oder 37,2 Prozent weniger als vor einem Jahr.

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