Gesellschaften Indiens und Tschechiens haben am Gas-Chemie-Projekt des russischen Energieunternehmens ITERA Interesse gezeigt

Wien (OTS) - Die gesunkene Nachfrage nach russischem Gas in Europa und Russland bringt russische Produzenten dazu, nach neuen Formen für dessen Nutzung zu suchen. Anfang des Jahres erklärten sich sofort einige Gesellschaften und Unternehmen bereit, Projekte in der Gas-Chemie-Branche zu realisieren. Das ermöglicht den Firmen, Gas auf den Weltmarkt zu liefern, das zu Produkten wie Methanol bzw. Motor-Brennstoffen verarbeitet wurde.

Das Projekt, das vom russischen Gasproduzenten "Itera" und dem russischen Chemiekonzern "Uralchimplast" entwickelt wurde, steht kurz vor der Realisierung. Das geschaffene Joint Venture "Uralmetanolgrupp" bereitet den Bau eines Komplexes für die tiefe Gasverarbeitung in Nischni Tagil - dem großen Industriezentrum im Gebiet Sverdlowsk in der Russischen Föderation - vor.

Die Kapazitäten des Komplexes betragen 600.000 Tonnen Methanol pro Jahr. Methanol - eines der wichtigsten Produkte der Gasverarbeitung -wird für Produktion von Polyäthylen und anderen Polymeren und mineralischen Düngermitteln verwendet. Es findet auch bei der Herstellung verschiedener Kraftstoffarten, Frostschutzmittel und Arzneien Verwendung.

Auch die ausländischen Partner der russischen Gasproduzenten haben vor, sich dem Projekt anzuschließen. Im Februar 2008 unterzeichnete die indische "Gail" mit Itera ein "Memorandum of Understanding" zur Gründung einer strategischen Partnerschaft, die eine gemeinsame Beteiligung an Projekten für Erdgasverflüssigung sowie an Öl- und Gasprojekten vorsieht.

Ein möglicher weiterer Partner von Itera wird das tschechische Maschinenbauunternehmen "ALTA". Das Unternehmen unterzeichnete mit Uralmetanolgrupp ein Rahmenabkommen über die künftige Zusammenarbeit. Das Abkommen sieht die Organisation der Projektfinanzierung für den Bau des Gas-Chemiekomplexes auf dem Bauplatz von Uralchimplast vor.

Die Partner wollen die erste Linie des Werkes im Jahr 2012 in Betrieb setzen. Von den ausländischen Investoren erwarten die russischen Firmen vor allem die Beteiligung an der Finanzierung, die 230 Millionen Euro bzw. 75 Prozent der Kapitalkosten für die Realisierung des Projektes betragen würde. Igor Makarow, der Vorstandsvorsitzende des Gasproduzenten NGK Itera erklärt, dass er auch mit technologischen Angeboten rechne.

Itera und Uralchimplast sind mit ihren Plänen nicht allein. Die "Ostsibirische Gas-Chemie-Gesellschaft" (WSGHK) setzt das Bauprojekt des Gas-Kombinates im zentralen Jakutien im Osten Russlands um. Die Leistungsfähigkeit des zukünftigen Betriebs beträgt 1,5 Mio. Tonnen Methanol, 400.000 Tonnen Erdölprodukte (Hochoktanbenzine und Diesel) und 200.000 Tonnen Ammoniak. Die stufenweise Inbetriebsetzung findet zwischen 2012 und 2015 statt.

Bis zum Jahr 2013 wird die Inbetriebnahme des gaschemischen Betriebs auf Grund vom Kumschinski Gasvorkommen im Nenezki autonomen Bezirk, bei der Siedlung Indiga, erwartet. In Fernost plant Gazprom die Produktion von Methanol aufzunehmen. Das Joint Venture mit der Sibur Holdinggesellschaft ("Sibmetachim") begann letztes Jahr. Das Bauprojekt für einen Betrieb zur Produktion von 1 Mio. Tonnen Methanol pro Jahr in der Region Primorje wird geprüft.

Russland erzeugt jährlich ca. 4 Mio. Methanol bzw. ungefähr 9 Prozent des Weltumfangs des Produktes und exportiert 40 Prozent bis 45 Prozent von diesem Umfang. Jedoch erzwingt das stabile Nachfragewachstum nach Methanol auf den weltweiten und europäischen Märkten sowie die Abwesenheit der Möglichkeiten, das Gas zu exportieren, die russischen unabhängigen Gesellschaften, nach den nicht traditionellen Weisen der Kommerzialisierung des zu fördernden Gases zu suchen.

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