AK-Mitglieder ließen ihr Brunnenwasser testen: Zu viel Nitrat in fast 12 Prozent der Proben!

Linz (OTS) - Beim "Tag der offenen Tür" im renovierten Gebäude der Arbeiterkammer in Linz gab’s für AK-Mitglieder aus wassermäßig "vorbelasteten" Gemeinden die Gelegenheit, ihr Trinkwasser testen zu lassen. Ergebnis: In fast 12 Prozent der Proben wurden zu hohe Nitratwerte festgestellt.

"Die Konsumentinnen und Konsumenten haben ein Recht auf einwandfreies Trinkwasser", stellt AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer fest. "Deshalb haben wir unsere Mitglieder aus einigen in diesem Zusammenhang 'problematischen' Gemeinden eingeladen, Trinkwasserproben zum 'Tag der offenen Tür' mitzubringen""

286 Interessierte brachten Proben mit und konnten gleich bei der Analyse zusehen. Insgesamt lagen 34 Proben (11,9 Prozent) beim Nitratgehalt über dem gesetzlich festgelegten Grenzwert von 50 mg/l. Bei der Zubereitung von Babynahrung sollte laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) ein Nitratwert von 10 mg/l nicht überschritten werden. Nitrat kann im Körper zu Nitrit umgewandelt werden und den Sauerstofftransport im Blut hemmen.

Während für die bakteriologische Situation des Wassers meist die schlechte Bausubstanz der Brunnen verantwortlich ist, gilt laut Umweltkontrollbericht das Ausbringen von zu großen Düngermengen als Hauptursache für die flächenhafte Nitratproblematik. Viele landwirtschaftliche Betriebe (Bio-Bauern) produzieren bereits umweltverträglich. In Oberösterreich mussten allerdings drei große Regionen per Verordnung zu Nitratsanierungs- bzw. -beobachtungs-gebieten erklärt werden: das Eferdinger Becken, das Machland und die Traun-Enns-Platte.

Rund eine Million Österreicherinnen und Österreicher versorgen sich noch immer über private Hausbrunnen mit Wasser. Da diese im Gegensatz zu öffentlichen Wasserversorgungsanlagen kaum überprüft werden, kennen nur wenige Brunnenbesitzer/-innen die Beschaffenheit ihres Trinkwassers.

Die gesamte Auswertung des Trinkwassertests finden Sie auf www.arbeiterkammer.com

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