Tumpel: "Die Arbeitsstiftung für die Jungen muss rasch zu arbeiten beginnen"

Wien (OTS) - Die Arbeitslosigkeit ist gegenüber dem Mai 2008 um 54.967 Personen oder 29,7 Prozent angestiegen. Mit einem Anstieg von 38,3 Prozent gehören die jungen ArbeitnehmerInnen wieder zu den Hauptbetroffenen. 239.777 Arbeitslose und 64.197 TeilnehmerInnen in den Schulungsmaßnahmen des Arbeitsmarktservice, insgesamt also 303.974 Arbeit suchende ArbeitnehmerInnen im Mai 2009 - Das sind äußerst alarmierende Zahlen. Für AK-Präsident Herbert Tumpel ist rasches Handeln der Verantwortlichen das Gebot der Stunde: "Das mit den Sozialpartnern ausverhandelte Arbeitsmarktpaket muss jetzt möglichst rasch umgesetzt werden. Die Arbeitsstiftung für junge ArbeitnehmerInnen, die ihre Arbeit in den Zeitarbeitsfirmen verloren haben, muss so rasch wie möglich zu arbeiten beginnen. Die Reform der Altersteilzeit muss schnell kommen - wir brauchen mehr Sicherheit der Beschäftigung gerade auch für die Älteren."

Dass immer mehr Unternehmen anstelle von Kurzarbeit ihre Beschäftigten mit sogenannten Aussetzverträgen kündigen und sie dann nach ein, zwei Monaten wieder beschäftigen, ist für Tumpel nicht akzeptabel. Tumpel erwartet, dass sich auch die Arbeitgebervertreter an den Konsens halten, der bei der Reform der Kurzarbeit erreicht wurde. "Jetzt gilt es alles zu tun, um Beschäftigung zu sichern und Arbeitslosigkeit zu vermeiden. Das schließt aus, dass Unternehmen von ihren Vertretungen das Kündigen von ArbeitnehmerInnen empfohlen wird, obwohl es mit der Kurzarbeit eine Alternative dazu gibt." Mit den Aussetzverträgen werden die Kosten der Krise alleine den ArbeitnehmerInnen aufgelastet. "Die Unternehmen haben in den letzten Jahren zum Teil blendend verdient, ich akzeptiere nicht, dass sie jetzt alle Kosten der Wirtschaftskrise auf ihre Beschäftigten verlagern wollen", kritisiert Tumpel.

Zu den Hauptbetroffenen vom Einbruch auf dem Arbeitsmarkt gehören nach wie vor die jungen ArbeitnehmerInnen, bei ihnen stieg die Arbeitslosigkeit im Vergleich mit dem Vorjahr um 10.996 Personen an. Mit einem Anstieg um 80,8 und 47,6 Prozent sind die Sachgüterproduktion und die Zeitarbeit weiter die am stärksten betroffenen Branchen.

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