Hundstorfer zu Arbeitsmarktdaten: Für Entwarnung zu früh aber positive Signale

Alle Kraft aufwenden, um Arbeitsplätze zu retten - für Banken wurde genug getan

Wien (BMASK) - Die Arbeitslosigkeit ist mit 239.777 Personen auch
im Mai hoch. Zusätzlich befinden sich 64.197 Menschen in Schulungen. Positiv ist, dass sich die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat um knapp 19.000 verringert hat, teilte Sozialminister Rudolf Hundstorfer Dienstag nach der Veröffentlichung der Arbeitsmarktdaten für den Mai mit. Für eine Entwarnung am Arbeitsmarkt sei es noch zu früh. "Die Situation bleibt weiter angespannt, man darf aber positive Signale nicht übersehen - immerhin sind seit Beginn des Jahres über 276.366 Menschen vom AMS wieder in eine Arbeitsstelle vermittelt worden", so Hundstorfer. Der Arbeitsmarkt funktioniere auch in dieser sehr schwierigen Situation. Die Zahl der offenen Stellen sei zwar geringer geworden, im Vormonat sind jedoch 27.839 gemeldet gewesen -es ist auch jetzt möglich einen neuen Arbeitsplatz zu finden", verdeutlichte Hundstorfer. ****

Die Bundesregierung hat mit der Reform der Kurzarbeit, mit der Erhöhung des Budgets für die aktive Arbeitsmarktpolitik, mit den Konjunkturpaketen und der Steuerreform viele Schritte zur Bekämpfung der Wirtschaftskrise gesetzt. Diese Maßnahmen haben dazu beigetragen, dass die Arbeitslosigkeit im Vergleich zu anderen EU-Staaten in Österreich relativ gering ist und dass einige Branchen wie der Einzelhandel trotz Krise einen Beschäftigungszuwachs zu verzeichnen haben. Es muss aber noch mehr getan werden. Für die Banken ist in den letzten Monaten genug geschehen, jetzt müssen wir unsere ganze Kraft aufwenden, um Arbeitsplätze zu sichern oder neue zu schaffen", unterstrich Hundstorfer.

"Wir werden noch vor dem Sommer das Arbeitsmarktpaket II beschließen. Wenn es notwendig ist, werden wir im Herbst noch ein weiteres Paket schnüren. Und wir werden verstärkt darüber nachdenken, wie wir die vorhandene Arbeit besser verteilen können", unterstrich der Sozialminister. Wenn erforderlich seien auch weitere Konjunkturmaßnahmen zu setzen. Klar sei jedenfalls, dass die Arbeitnehmer bereits einen hohen Preis für die Krise bezahlt haben. "Viele sind gekündigt worden, viele befinden sich in Kurzarbeit, viele fürchten um ihren Arbeitsplatz. Die Menschen müssen wissen, dass wir sie nicht alleine lassen, dass alle mitzuhelfen haben, um diese Krise zu bewältigen. Nicht nur die Politik und die öffentliche Hand sind gefordert, sondern vor allem auch die Unternehmen, die Betriebe und die Manager", schloss der Minister. (Schluss)

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