Europas soziale Krise: 79 Mio Armutsbetroffene warten auf Maßnahmen

Armutsnetzwerke starten Mindestsicherungskampagne und fordern verbindliche Ziele und umfassende Maßnahmenpakete zur Armutsvermeidung in Zeiten der Krise.

Wien (OTS) - Mindestens 79 Millionen Menschen leben in Europa
unter der Armutsgrenze. "Die Krise wird ihre Zahl erhöhen und die Situation der Betroffenen verschärfen", so Michaela Moser von der Armutskonferenz, die als Vizepräsidentin des europäischen Armutsnetzwerks EAPN die sozialen Entwicklungen in ganz Europa mit Sorge verfolgt. "Ohne effektive Maßnahmen wird Europa bald auch in einer dramatischen soziale Krise sein. Es besteht dringender Handlungsbedarf."

Die im EAPN vernetzten 25 nationalen Armutsnetzwerke Europas, die insgesamt mindestens 1500 soziale Organisationen repräsentieren, fordern umfassende Maßnahmenpakete und verbindliche Ziele für Armutsvermeidung und -bekämpfung und haben nun eine Unterschriftenkampagne zur Einführung wirksamer Mindestsicherungssysteme in ganz Europa gestartet.

"Wir setzen auf breite Unterstützung durch alle, denen sozialer Zusammenhalt in Europa ein Anliegen ist", so Moser "und hoffen, dass auch die Europawahl von vielen genutzt wird, um ihre Stimme für ein soziales und solidarisches Europa abzugeben.

Von künftigen EuropaparlamentarerInnen erwarten wir in Zeiten der Krise und im Blick auf das EU-Jahr der Armutsbekämpfung 2010 verstärkten Einsatz für verbindliche Ziele und eine europaweit wirksame Strategie der Armutsbekämpfung."

Weitere Informationen und Unterstützung der Mindestsicherungskampagne der Armutsnetzwerke unter
www.adequateincome.eu - www.mindestsicherung.at

Rückfragen & Kontakt:

Michaela Moser, Die Armutskonferenz
Tel.: 0676-544 26 46, michaela.moser@armutskonferenz.at
www.armutskonferenz.at
www.eapn.eu

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