Neues Volksblatt: "Redlichkeit" (von Michael Kaltenberger)

Ausgabe vom 30. Mai 2009

Linz (OTS) - Der Freiheitliche Martin Graf fragt sich, ob der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde Ariel Muzicant nicht als Ziehvater des antifaschistischen Linksterrorismus bezeichnet werden sollte.
Der Grüne Peter Pilz bezeichnet den ÖVP-Obmann und Vizekanzler Josef Pröll als Austrofaschisten.
Wo ist der Unterschied zwischen Graf und Pilz? Beide wollen provozieren, und zwar ohne Rücksicht auf die Betroffenen und - was noch schlimmer ist - ohne Rücksicht auf das Ansehen Österreichs. Einen Unterschied gibt es allerdings: Beim rechten Recken Martin Graf steht die ganze Republik Kopf, beim linken Grünen Peter Pilz rührt von den "Superdemokraten" und Bedenkenträgern keiner ein Ohrwaschel. Aber das ist man ja gewohnt; vor allem Pilz hat offensichtlich Narrenfreiheit.
Nicht vergessen sollte man aber, dass der heute so geschmähte Martin Graf, den die Linken zum Unberührbaren hochstilisieren, bei eben jenen noch vor nicht allzu langer Zeit der Superstar war. Als Vorsitzender des Banken-Untersuchungsausschusses war Graf, der nie einen Zweifel daran gelassen hat, wo er weltanschaulich hin gehört, bei SPÖ und Grünen überaus beliebt.
Soviel zur politischen Redlichkeit!

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