Mauthausen Komitee: Antirassismus-Planspiel für alle Schulen

Bildungsoffensive der Regierung bringt mehr SchülerInnen in KZ-Gedenkstätten

Wien (OTS) - "Nach den untragbaren Vorfällen in der KZ-Gedenkstätte Ebensee setzt die Regierung richtige und wichtige Schritte für eine Bildungsoffensive, wie sie das Mauthausen Komitee gefordert hat", sagt Willi Mernyi, Vorsitzender des MKÖ. Kanzler Werner Faymann und Ministerin Claudia Schmied haben heute zehn Schritte für bessere politische Bildung präsentiert. "Besonders wichtig ist uns, dass ein Schwerpunkt auf BerufsschülerInnen gesetzt werden soll. Wirklich alle SchülerInnen und Lehrlinge sollten zumindest einmal eine KZ-Gedenkstätte besucht haben", so Mernyi.

Die Jugendlichen können besser auf Rassismus und andere Extremsituationen reagieren, wenn sie über das nötige Selbstwertgefühl verfügen. "Das Zivilcourage-Training, das vom MKÖ angeboten wird, beschäftigt sich mit dem Mut des/der Einzelnen, in der Öffentlichkeit in unangenehmen’ Situationen einzugreifen. Die TeilnehmerInnen lernen dabei, wie man mit Angriffen, Ohnmacht, Aggression und Angst umgehen kann", sagt Mernyi.

Dass das vom MKÖ entwickelte Planspiel "miramix" flächendeckend allen Schulen zur Verfügung gestellt werden soll, sei ein Meilenstein für die Sensibilisierung im Unterricht gegen Rassismus, Ausgrenzung und Diskriminierung. "Bisher war dafür zu wenig Geld da, wir mussten viele Anfragen von Schulen abweisen", sagt Mernyi.

Antirassismus-Planspiel "miramix"

Das Antirassismus Planspiel "miramix" beschäftigt sich auf hintergründige Weise mit verschiedenen Aspekten von "Rassismus". Simuliert wird eine klassische Problem- und Konfliktsituation zwischen zwei gegensätzlichen Gruppen von Menschen, die auf einer Insel aufeinander treffen. Die SchülerInnen erleben und lernen, wie Konflikte aufgrund ihres "Andersseins" entstehen und was die an der Gemeinschaft orientierte Lösung sein kann.
www.miramix.at

Mauthausen Komitee Österreich

Das überparteiliche Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ) wurde 1997 vom Österreichischen Gewerkschaftsbund und von der Bischofskonferenz der römisch-katholischen Kirche gemeinsam mit den Israelitischen Kultusgemeinden Österreich gegründet. Die Österreichische Lagergemeinschaft Mauthausen bestimmte das MKÖ zu ihrer Nachfolgeorganisation mit der Hauptaufgabe, das Vermächtnis der ehemaligen KZ-Häftlinge zu bewahren. Ein Schwerpunkt des MKÖ liegt auf Jugendarbeit. Es tritt für eine freie und demokratische Gesellschaft sowie für die Wahrung der Menschenrechte aller ein, unabhängig von Staatsangehörigkeit, politischer Gesinnung und Religion.
www.mkoe.at

Rückfragen & Kontakt:

Willi Mernyi, MKÖ-Vorsitzender
Tel.: 0664-1036465

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