Grillitsch: Wo Käse draufsteht, muss Käse drinnen sein

Verbot gefordert, Imitate als Käse zu bezeichnen

Wien (OTS) - "Es muss künftig verboten sein, den Konsumenten zu suggerieren, dass es sich bei Käseimitaten um Milchprodukte handelt", betont Bauernbundpräsident Fritz Grillitsch. Auf Bestreben des Bauernbundchefs, der sich bei allen anderen Parteien für die Unterstützung bedankt, wurde heute im Parlament ein Fünf-Parteien-Entschließungsantrag zur klaren Kennzeichnung von "Kunstkäse/Analogkäse" eingebracht. Als Analogkäse oder Kunstkäse bezeichnet man Imitate, die nicht oder nur zu einem geringen Anteil aus Milch hergestellt werden. Solche Produkte werden sehr oft aus Palmöl oder Sojaöl unter Zusatz von Pulvermischungen, Farb- und Geschmacksstoffen hergestellt. In Österreich landen laut grober Schätzung immerhin rund 10 Mio. kg dieses Imitats als Belag auf Pizzen, in Fertiggerichten oder in Mischungen mit echtem Käse, meist vom Verbraucher unerkannt, auf dem Teller.

"Dies ist eine Irreführung der Konsumenten und das Verdrängen echter Milchprodukte aus unseren Regalen schadet zusätzlich den heimischen Milchbauern, die sowieso schon mit niedrigen Preisen kämpfen müssen", erklärt Grillitsch. Im Entschließungsantrag wird daher eine klare Kennzeichnung gefordert, damit der "Kunstkäse/Analogkäse" als Imitatprodukt erkannt wird. "Der Ausdruck 'Käse' darf ausschließlich Produkten aus Milch und Milcherzeugnissen vorbehalten sein. Diese Bezeichnung muss bei Käseimitaten verboten sein", betont Grillitsch. Weiters fordert das Parlament, dass im Österreichischen Lebensmittelbuch klare Beurteilungsrichtlinien für Produkte mit dem Wort Käse festgelegt werden. Sämtliche in Österreich zum Verkauf angebotene Lebensmittel, die Kunstkäseprodukte enthalten, sollen eindeutig als Imitatprodukte gekennzeichnet werden.

Weiters soll in einer Informationskampagne das Vorhandensein von Kunstkäse/Analogkäse und dessen Unterscheidungsmerkmale zu den traditionellen Milchprodukten dargestellt werden. Auch werden verstärkte Kontrollen durch die Lebensmittelinspektion gefordert. Abschließend appelliert der Bauernbundpräsident an die Konsumenten, "beim Griff ins Regal bewusst zu österreichischen, echten und vor allem gentechnikfreien Milchprodukten zu greifen und damit die heimischen Milchbauern zu unterstützen. Durch das Verdrängen heimischer Milchprodukte durch 'Gummikäse' ist der Milchstandort Österreich gefährdet."
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