FP-Gudenus zu Gratiskindergarten: Häupl hat sein Versprechen gebrochen!

Nicht alle Kindergartenplätze gratis, zu wenige Plätze sowie PädagogInnen vorhanden, Öffnungszeiten arbeitsunfreundlich

Wien, 29-05-2009 (fpd) - Das Versprechen von Bürgermeister Häupl und Vizebürgermeisterin Laska, wonach der Kindergarten in Zukunft für ALLE Kinder gratis angeboten würde sowie die Ankündigung der massiven Ausweitung der Kindergartenplätze und der Aufstockung des Personals wurde eindeutig gebrochen. Der Titel des "Ankündigungskaisers" bleibe Häupl damit weiterhin erhalten, kritisiert heute der Bildungssprecher der FPÖ-Wien, LAbg. Mag. Johann Gudenus.

Häupls leere Versprechungen:

- Häupl habe angekündigt, dass jeder Kindergartenplatz in Wien gratis zur Verfügung stehen soll. Trotzdem sind unglaubliche 11.000 Plätze weiterhin zu bezahlen.

- Häupls Ankündigung bedeutet auch, dass für jedes Kind in Wien ein Kindergartenplatz zur Verfügung stehen muss. Tatsächlich haben mindestens 15 % der Kinder zwischen 3 und 6 Jahren als auch derzeit 77 % der Kinder bis 3 Jahre noch keinen Platz. Es müssten also bis September hunderte zusätzliche Einrichtungen geschaffen werden.

- Der Häupl’sche Gratiskindergartenplatz setzt außerdem voraus, dass die Kinder auch angemessen betreut werden. Das Personal sei jedoch schon jetzt bis an die Grenze des Erträglichen belastet. Aktuell sind an die 140 Planstellen für Kindergartenpädagogen nicht besetzt. Immer mehr Gruppen können nicht von ausgebildeten Kindergärtnern betreut werden. Und die Situation wird zunehmend kritischer, denn Kindergartenpädagogen sind derzeit auf dem Arbeitsmarkt kaum zu finden. Grund dafür ist die mangelnde Attraktivität des Berufes, eine, gemessen an den Anforderungen, äußerst schlechte Bezahlung und erschwerte Arbeitsbedingungen.

- Zudem sei Herr Häupl auch darauf aufmerksam gemacht, dass die Öffnungszeiten der Kindergärten nicht mit den Arbeitszeiten der Eltern kompatibel seien. Viele Mütter und Väter würden üblicherweise nicht von 8 bis 16 Uhr arbeiten, sondern kämen heutzutage erst zwischen 18 und 21 Uhr nach Hause. Gerade der Einzelhandel, wo vermehrt Alleinerziehende arbeiten, sei hier als Beispiel genannt. Die Öffnungszeiten der Kinderbetreuungseinrichtungen sind alles andere als bedarfsgerecht. Auch daran wurde bei den Rathausroten nicht gedacht.

Grundsätzlich sollte vorausgesetzt werden können, dass man auf ein großartig herausposauntes Versprechen eines Landeshauptmannes auch zählen könne. Wien sei hier allerdings, - im negativen Sinne - unter den Fittichen der präpotenten roten Allmacht leider anders. Wenig durchdachte politische Ankündigungen seien hier an der Tagesordnung -leere Versprechungen die Regel. Zum Glück für die Bürger kündige sich in naher Zukunft ein Wechsel an. Jener abgehobenen SPÖ werde bei den kommenden Landtags- und Gemeinderatswahlen in Wien jedenfalls ein gehöriger Denkzettel erteilt werden, ist Gudenus überzeugt. (Schluss) hn

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