Korun zu Amnesty-Bericht: "Nicht einmal ignorieren" der Regierung ist der falsche Weg

Über Rassismus reden, hilft Rassismus beenden

Wien (OTS) - "Das von Amnesty International mit Beispielen belegte Problem des strukturellen Rassismus löst sich nicht in Luft auf, nur weil die angesprochenen Ministerien den Rassismusbericht 'nicht einmal ignorieren’. Da hilft auch kein beleidigtes Zurückschlagen der Innenministerin wie in der heutigen Parlamentsdebatte mit der falschen Behauptung, mit dieser Kritik 'würde man alle PolizistInnen zu Rassisten erklären’, denn das ist sicher nicht der Fall", erklärt die Menschenrechtssprecherin der Grünen, Alev Korun.

Genau so wie strukturelle Diskriminierung von Frauen nicht bedeutet, dass alle ÖsterreicherInnen Frauen diskriminieren, bedeutet struktureller Rassismus in der Polizei oder der Richterschaft nicht, alle PolizistInnen oder RichterInnen wären Rassisten.

"Die Innen- und Justizministerin sind aufgefordert, konkrete Beispiele einer langen Kette von Diskriminierung nicht als 'Einzelfälle’ abzutun, sondern sich dem Problem zu stellen. Je früher man das Problem erkennt, desto eher kann man Lösungen für diskriminierungsfreien Umgang mit Menschen in Polizei und Justiz entwickeln", erläutert Korun.

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