VBAG: Voller Liquiditätsspeicher für Österreichs Wirtschaft

GD Wenzel: Zukunftsorientierte Projekte werden flexibel und schnell finanziert

Wien (OTS) - (Wien 29. Mai 2009) Die Österreichische
Volksbanken-AG (VBAG) hat das erste Quartal 2009 genutzt, um sich mit ausreichender Liquidität auszustatten und die Risikovorsorge zu erhöhen. "Unsere Liquiditätsspeicher sind nun voll und wir sind bereit, zukunftsorientierte Projekte flexibel und schnell zu finanzieren", betonte der neue Generaldirektor der VBAG, Gerald Wenzel. "Unsere Kunden brauchen gerade jetzt einen starken und verlässlichen Partner und genau dafür stehen wir."

Die Palette der bereits realisierten Finanzierungsprojekte reicht dabei von der Industrie bis zum klassischen KMU. So wurde eben erst gemeinsam mit der Volksbank Südburgenland die Firma Mona Oberwart Produktions GmbH bei ihrer Expansion begleitet. Die Finanzierungssumme lag für den 40 Personen-Betrieb bei EUR 5,7 Mio. Auf Industrieseite wurden zum Beispiel Finanzierungen für namhafte Investitionen des österreichischen Familienkonzerns Schmid Industrie Holding, mit den Konzernunternehmen Wopfinger Baustoffindustrie, Austrotherm und Baumit strukturiert, die die Innovationskraft der Firmengruppe und die österreichischen Standorte weiter festigen.

Die 100%-Tochter der VBAG, die Investkredit fühlt sich gerade in diesen Zeiten für ihre Unternehmenskunden verantwortlich. In enger Kooperation mit der Austria Wirtschaftsservice GmbH (AWS) und der Österreichischen Kontrollbank (OeKB) werden die im Rahmen der Konjunkturbelebungsprogramme ins Leben gerufenen Garantieinstrumente für Überbrückungsfinanzierungen an KMUs und Großunternehmen genutzt, um bestehende Liquiditätsengpässe überbrücken zu helfen.

"Mit dem Auffüllen des Liquiditätsspeichers haben wir dafür gesorgt, dass bei unseren Kunden keine Kreditklemme aufkommt. Es geht in dieser Zeit um Vertrauen und Stabilität und nicht ausschließlich um Rentabilität", betonte Wenzel. Die Kraftanstrengung, sich für den Wettbewerb zu rüsten, hat natürlich auch ihren Preis. Alleine die Vorhaltung dieses "Liquiditätsspeichers" kostet einen fast zweistelligen Millionenbetrag. Die genannten Maßnahmen zur Liquiditätssicherung gehen somit zulasten des Zinsergebnisses. Der Zinsüberschuss beträgt EUR 166 Mio. und liegt damit um EUR 34 Mio. unter dem Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Beim gestern vom Finanz-Marketing Verband Österreich (FMVÖ) vergebenen Recommender Award wurden die Volksbanken erneut für exzellente Kundenorientierung und als Banken mit der höchsten Weiterempfehlungsquote ausgezeichnet. Diese österreichweite repräsentative Marktforschung unter 3.500 Bank- und Versicherungskunden bestätigt damit eindrucksvoll, dass Kundennähe bei den Volksbanken mehr als nur ein Schlagwort ist. Mit Freude und Emotion bauen wir langfristige Geschäftsbeziehungen zu Kunden auf und sichern damit auch die wirtschaftliche Weiterentwicklung in den Regionen.

In einer schwierigen Phase ist zwar Sparen angesagt, es ist aber auch der richtige Moment, um sich auf die Zeit nach der Krise vorzubereiten. Und genau das hat die VBAG in den letzten Monaten gemacht: Ein umfangreiches Effizienzprogramm wurde gestartet, das bereits in der 2. Jahreshälfte 2009 erste Erfolge zeigen und ab 2011 voll GuV-wirksam werden wird. Letztendlich werden diese Maßnahmen zur Kosteneffizienz jährlich einen hohen zweistelligen Millionenbetrag bringen.

Ganz oben auf der To-Do-Liste der vergangenen Monate stand ein weiteres zentrales Thema: die Risikovorsorge. Mit einer spürbaren Verbesserung der allgemeinen Wirtschafts- und Finanzlage dürfen wir laut OeNB in Europa erst ab 2010 rechnen, auch wenn vorsichtige Prognosen bereits zur Jahreshälfte das Ende der Talfahrt vorhersagen. Die Auswirkungen der Finanzkrise auf die Realwirtschaft spiegeln sich in der Risikovorsorge für das Kreditgeschäft wider. Die Risikovorsorgen wurden daher nach EUR 34 Mio. im Vergleichsquartal des Vorjahres auf EUR 115 Mio. angehoben.

Auf Grund der finanzkrisenbedingten Liquiditätsmaßnahmen und Risikovorsorgen kommt das Periodenergebnis vor Steuern für das 1. Quartal 2009 bei EUR -93 Mio. zu liegen, das sind EUR -78 Mio. nach Steuern. "Dieses Ergebnis ist zwar nicht unser Wunschergebnis, es kommt aber auch nicht überraschend. Vorsorgen kostet eben Geld, es ist jedoch wichtig, diese Vorsorgen zu treffen. Unser operatives Geschäft lief in den ersten drei Monaten zufriedenstellend. Darüber hinaus verfügen wir über eine ausreichend hohe Kapitaldecke, um auch schlechtere Ergebnisse verdauen zu können. Wir sind also trotz der Turbulenzen von 2008 gut für die Zukunft gerüstet. Gemeinsam mit unseren starken und erfolgreichen Mehrheitseigentümern - den Volksbanken - stehen wir für eine erfolgversprechende Zukunft", sagte der neue GD Wenzel.

Die Bilanzsumme der VBAG erreichte zum 31. März 2009 EUR 54 Mrd. -ein Plus von 2,1 % oder EUR 1,1 Mrd. gegenüber dem 31.12.2008. Die Tier I Ratio betrug am Ende des 1. Quartals - also vor Zuzählung des staatlichen PS-Kapital - 7,4 %. Die Eigenmittelquote lag nach Abzug des Erfordernisses für Marktrisiko und operationelles Risiko mit Stichtag 31.03.2009 bei 9,3 %. Nach Zuzählung des staatlichen Partizipationskapitals im April 2009 in Höhe von EUR 1 Mrd. haben sich diese beiden Kennzahlen um jeweils mehr als 3 %-Punkte erhöht, womit ein zusätzlicher Sicherheitspolster eingezogen wurde.

Das Ergebnis aus Finanzinvestitionen verzeichnete gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres einen Rückgang auf EUR -54 Mio. Im Structured Credit Portfolio wurden Abwertungen in Höhe von EUR 34 Mio. vorgenommen.

Als sehr stabil zeigte sich im ersten Quartal das Retailgeschäft. Die gesamten Primärmittel (Kundeneinlagen, verbriefte Verbindlichkeiten und Nachrangkapital) stiegen im ersten Quartal 2009 um erfreuliche EUR 1,5 Mrd. Das Segment Retail weist beim Zinsüberschuss ein Plus von EUR 31 Mio. gegenüber dem Vorjahr auf - davon die Banken in CEE EUR 24 Mio. - und kann den Rückgang bei den Firmenkunden- und Immobilienfinanzierungen kompensieren.

Die Verwaltungsaufwendungen von EUR 162 Mio. blieben auf dem Niveau des Vorjahres, wobei der Trend zur Kostensenkung fortgesetzt wurde. Dies ist in erster Linie über den Bereich der Sachkosten geschehen. Der Personalstand in Österreich ist stabil und liegt bei 2.070 Mitarbeitern. Im Ausland wurde eine Optimierung des Vertriebsnetzes vorgenommen. Insgesamt werden die Kunden des VBAG Konzerns nun mit 8.775 Mitarbeitern über 660 Vertriebsstellen im In- und Ausland betreut.

Vertrauen verbindet. "Dieses Motto spornt uns an, auch in wirtschaftlich härteren Zeiten unseren Kunden beizustehen und sie finanziell zu begleiten. Mit V wie Flügel werden wir gemeinsam zu weiteren Erfolgen durchstarten", so Gerald Wenzel abschließend.

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